Der durchschnittliche Aufwand pro Eigentumswohnung
(Rückzahlung/Annuität und Betriebskosten – sowie eventuell
enthaltene Heizungs-, Garagen-/Abstellplatzkosten, alle inkl. MWST)
betrug im Jahr 2011 286 Euro, auf den Quadratmeter Nutzfläche bezogen
3,42 Euro. Als Teil der entgeltlich bewohnten Wohnungen sind hier alle
Hauptwohnsitz-Wohnungen einbezogen, die unter dem Rechtstitel „Wohnungseigentum“
benützt werden. Im Jahresabstand ist der Aufwand für Eigentumswohnungen
leicht gesunken
Mit 445 Euro bzw. 6,45 Euro lag der Aufwand für Hauptmietwohnungen auch 2011 höher als der für Eigentumswohnungen mit 286 Euro bzw. 3,42 Euro - der Abstand war mit 159 Euro (3,03 pro m2) wieder deutlicher als im Jahr 2010, wo er 142 Euro pro Wohnung und 2,78 Euro pro m2 betrug. Für dieses Phänomen, das sich in Jahresabständen fortsetzt, lassen sich zwei mögliche Gründe anführen: In der Gesamtmasse spielen die bereits ausbezahlten, nur mehr mit z.B. Reparaturzahlungen belasteten Eigentumswohnungen zunehmend eine größere Rolle. Durch den gegebenen Rückgang des Angebots an geförderten Neubau-Eigentumswohnungen (derzeit werden im Neubau geförderte Eigentumswohnungen fast zur Gänze durch Mietwohnungen mit Kaufoption ersetzt), müssen beim Kauf mehr Eigenmittel eingesetzt werden, was zu niedrigeren laufenden Zahlungen führt.
Hinweis: Im computerunterstützten Fragebogen erscheint bei Folgebefragungen eine Warnung, wenn die Angaben zum Wohnungsaufwand von denen des Vorquartals deutlich abweichen (um mindestens 8%). Im Fall von Eigentumswohnungen bestehen „Warnings“ dahingehend, dass bei 20- bis 50%igen Abweichungen zum Vorquartal die Interviewer angewiesen werden, Rückfragen nach der Einhebung bzw. dem Wegfall einer Reparaturrücklage zu stellen. Bei noch höheren Abweichungen muss nach an- bzw. wegfallenden Darlehensrückzahlungen/Annuitäten gefragt werden (zusätzlich Hinweis darauf, dass nur solche, die direkt an die Hausverwaltung entrichtet werden, enthalten sein dürfen). Diese Maßnahmen waren zur mittelfristigen Qualitätssicherung notwendig.