Die Statistik zu den schnellwachsenden Unternehmen („High-Growth-Enterprises“) stellt jene Arbeitgeberunternehmen dar, die über einen dreijährigen Zeitraum (hier 2007 bis 2010) ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Anzahl ihrer unselbständig Beschäftigten aufweisen, das über 7%, 10% bzw. 20% liegt. Damit die Anteile der schnellwachsenden Unternehmen an der insgesamten Anzahl der Arbeitgeberunternehmen nicht verzerrt werden, werden für die Ermittlung der Anzahl der schnellwachsenden Unternehmen alle Unternehmen ausgeschieden, die zu Beginn der Beobachtungsperiode weniger als 5 bzw. weniger als 10 unselbständig Beschäftigte aufweisen, da sich bei diesen Unternehmen ein absolut kleiner Beschäftigtenzuwachs in hohen prozentuellen Zuwächsen niederschlägt.
Die Ergebnisse der Statistik der schnellwachsenden Unternehmen werden auch die Basis für die Erstellung eines Leitindikators über „High growth Innovative Enterprises“ im Rahmen der Agenda „Europe 2020“ bilden.
Die Kombination von drei unterschiedlichen Wachstumsklassen (mindestens 7%, 10% und 20% p.a.) mit den beiden Beschäftigungsgrenzen (mindestens 5 unselbständig Beschäftigte und mindestens 10 unselbständig Beschäftigte) führt zu insgesamt sechs Varianten in der Anzahl an schnellwachsenden Unternehmen.
| Mind. 7%-iges jährliches Wachstum der Anzahl der unselbst. Beschäftigten | Mind. 10%-iges jährliches Wachstum der Anzahl der unselbst. Beschäftigten | Mind. 20%-iges jährliches Wachstum der Anzahl der unselbst. Beschäftigten | |
|---|---|---|---|
| Mind. 5 unselbst. Beschäftigte 2007 | |||
| Mind. 10 unselbst. Beschäftigte 2007 |
Je nach gewählter Variante zeigt sich für den Zeitraum
2007 bis 2010 eine Bandbreite schnellwachsender Unternehmen von
Insgesamt gab es 2010
Davon wiesen
Auf Abschnittsebene der ÖNACE 2008 finden sich hohe Anteile an schnellwachsenden Unternehmen (mind. 7%-iges jährliches Wachstum) in den Wirtschaftsbereichen „Erziehung und Unterricht“ (8,4%), „Verkehr“ (7,0%) und „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (6,4%). Den geringsten Anteil an schnellwachsenden Unternehmen weisen die Abschnitte „Grundstücks- und Wohnungswesen“ mit 1,7% sowie „Finanz- und Versicherungsleistungen“ mit 2,6% auf.
Der höchste Anteil an schnellwachsenden Unternehmen findet sich bei den Kapitalgesellschaften mit 8,0%, gefolgt von den Personengesellschaften mit 5,5% und den Einzelunternehmen mit 2,4%.
In den Bundesländern liegt der höchste Anteil an Wachstumsunternehmen in Oberösterreich (5,0%), gefolgt von Wien (4,8%) und der Steiermark (4,8%). Den geringsten Anteil weisen Kärnten (4,1%) sowie das Burgenland (4,3%) auf.
Von den
Die höchsten Anteile an schnellwachsenden Unternehmen weisen die ÖNACE 2008-Abschnitte „Erziehung und Unterricht“ (6,9%), „Verkehr“ (5,7%) und „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (5,3%) auf. Den geringsten Anteil an Wachstumsunternehmen zeigen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (1,3%), sowie“ Finanz- und Versicherungsleistungen“ (2,1%) und „Sonstige Dienstleistungen a.n.g.“ (2,1%).
Den höchsten Anteil an Wachstumsunternehmen weisen die Kapitalgesellschaften mit 6,8% auf, gefolgt von Personengesellschaften mit 4,3% und Einzelunternehmen mit 1,3%. Diese Reihenfolge bleibt auch erhalten, wenn man die Unternehmen betrachtet, die durchschnittlich um 10% bzw. 20% wuchsen.
Von den Bundesländern hat Wien mit 3,9%, gefolgt von der Steiermark und Oberösterreich mit jeweils 3,7% den höchsten Anteil an schnellwachsenden Unternehmen. Den geringsten Anteil an Wachstumsunternehmen haben wiederum Kärnten (3,0%) und das Burgenland (3,1%).
Weiterführende Hinweise zur Methodik der Datensammlung