Haushalts-Einkommen

Die österreichischen Haushalte verfügen laut EU-SILC 2010 im Mittel über 31.125 Euro Haushaltseinkommen pro Jahr. 10% der Haushalte haben weniger als 13.032 Euro, und 10% haben mehr als 64.757 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Um Haushalte unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar zu machen, wird das äquivalisierte Haushaltseinkommen berechnet. 50% der Bevölkerung in Privathaushalten haben mehr als 20.618 Euro zur Verfügung. Das oberste Einkommenszehntel hat mehr als 36.737 Euro äquivalisiertes Haushaltseinkommen jährlich zur Verfügung, während dem untersten Einkommenszehntel (jeweils rund 800.000 Personen) weniger als 11.503 Euro zur Verfügung stehen. Anteilsmäßig verfügen die oberen 10% über 22% des gesamten Äquivalenzeinkommens, hingegen haben die unteren 10% nur 4% des gesamten Einkommens zur Verfügung.

EU-SILC ist die einzige verfügbare Datenquelle zu Haushaltseinkommen in Österreich. Eine ausführliche Darstellung aktueller Ergebnisse findet sich im Bericht „Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung in Österreich. Ergebnisse aus EU-SILC 2010“ (PDF 3 MB) in der Sozialpolitischen Studienreihe des BMASK (Bd. 8) und im dazugehörigen Tabellenband (PDF 2,6 MB). Die „Standarddokumentation zu EU SILC 2010" befasst sich mit der Methodik der Erhebung. Die Ergebnisse der Erhebung aus dem Jahr 2010 beziehen sich auf die Einkommen im Jahr 2009. Zur Berechnung der Haushaltseinkommen wird die Summe aller Erwerbseinkommen im Haushalt zuzüglich Kapitalerträge und Pensionen sowie allfälliger Sozialtransfers gebildet. Nach Abzug von Steuern berechnet sich das Nettohaushaltseinkommen. Das verfügbare Haushaltseinkommen errechnet sich durch Abzug und Hinzurechnung von Unterhaltsleistungen und sonstiger Privattransfers zwischen den Haushalten.

Das äquivalisierte Haushaltseinkommen ist das verfügbare Haushaltseinkommen dividiert durch die Zahl der Konsumäquivalente des Haushaltes. Unterstellt wird, dass mit zunehmender Haushaltsgröße und abhängig vom Alter der Kinder eine Kostenersparnis im Haushalt durch gemeinsames Wirtschaften erzielt wird (economy of scales). Zur Gewichtung wird die so genannte EU-Skala (modifizierte OECD-Skala) verwendet, um den Ressourcenbedarf eines Haushaltes zu berechnen: Eine allein lebende erwachsene Person wird dabei als Referenz (=Konsumäquivalent) betrachtet und erhält ein Gewicht von 1. Der unterstellte Ressourcenbedarf steigt für jede weitere erwachsene Person um 0,5 Konsumäquivalente. Jedes Kind unter 14 Jahren wird mit 0,3 Konsumäquivalenten gewichtet. Ein Haushalt mit Vater, Mutter und Kind hätte somit ein errechnetes Konsumäquivalent von 1,8 gegenüber einem Einpersonenhaushalt.

    
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Ergebnisse im Überblick: Haushaltseinkommen und ÄquivalenzeinkommenHTMLPDFXLSX
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Österreich 2010 nach HaushaltstypHTMLPDFXLSX
Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2010 nach soziodemographischen MerkmalenPDFXLSX
Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2010 nach ErwerbsstatusHTMLPDFXLSX
Einkommenszehntel bzw. -viertel nach soziodemographischen MerkmalenHTMLPDFXLSX
Einkommenszehntel bzw. -viertel des äquivalisierten Haushaltseinkommens 2010 nach ErwerbsstatusHTMLPDFXLSX


EU-SILC 2003 (PDF, 310KB)

EU-SILC 2004 (PDF, 290KB)

EU-SILC 2005 (PDF, 320KB)

EU-SILC 2006 (PDF, 340KB)

EU-SILC 2007 (PDF, 340KB)

EU-SILC 2008 (PDF, 440KB)

EU-SILC 2009 (PDF, 490KB)


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