Der Umsatzindex
im Produzierenden Bereich (ÖNACE B – F) auf der Basis 2005 erreichte
im Jahresdurchschnitt 2011 133,3 Punkte und stieg damit gegenüber dem
Jahr 2010 um 11,1%. Im Inlandsmarkt erreichte der Umsatzindex im Jahresdurchschnitt
2011 123,9 Punkte, dies ergibt eine Jahresveränderungsrate gegenüber
dem Vorjahr 2010 von
Aktuelle Detailergebnisse finden Sie in den nachstehenden Tabellen, wobei die Indexwerte neuberechnet ab Jänner 1996 nach der ÖNACE 2008 ausgewiesen werden bzw. bis zum Berichtsmonat Dezember 2008 auch nach der alten ÖNACE 2003 zu Ihrer Verfügung stehen.
Der Umsatzindex (Inlands-, Auslands- sowie Gesamtmarkt) stellt die Entwicklung der effektiven Nachfrage zu laufenden Preisen der Unternehmen dar. Für kurzfristige Analysen sind Informationen über den Umsatz von großer Bedeutung. Während der Produktionsindex Informationen über die Entwicklung der tatsächlichen monatlichen Produktionsleistung (unabhängig vom Verkaufsgeschehen) liefert, dient der Umsatz zur Bewertung der aktuellen Entwicklung des Verkaufsgeschehens und somit der Nachfrage.
Der EU-harmonisierte nationale Umsatzindex (derzeit Basis 2005) für den Produzierenden Bereich wird auf Ebene der Abteilungen und Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008 sowie für 5 Hauptgruppen (Zusammenfassung von Wirtschaftszweigen, die überwiegend Vorleistungsgüter, Energie, Investitionsgüter, Gebrauchsgüter oder Verbrauchsgüter produzieren) errechnet und ab dem Berichtsmonat 01/1996 publiziert. Parallel werden bis zum Berichtsmonat 12/2008 die Indexwerte auch noch nach der alten ÖNACE 2003 zur Verfügung gestellt. Ab Jänner 2009 liegen die Indexwerte EU-konform nur mehr nach der ÖNACE 2008 vor.
Zusätzlich erfolgt neben der Berechnung eines Index des Gesamtumsatzes, eine Berechnung nach Umsätzen des Inlands- bzw. des Auslandsmarktes, wobei ab der Basis 2005 der Auslandsumsatzindex weiter untergliedert wird nach einem Eurozonen- bzw. Nicht-Eurozonenindex. Erste vorläufige Ergebnisse werden 55 Tage nach Ablauf der Berichtsperiode veröffentlicht, revidierte Werte nach 85 Tagen. Die genauen Zeitpunkte der Veröffentlichung können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden. EU-harmonisierte arbeitstägig bereinigte und saisonbereinigte Reihen sowie Trendreihen werden seit dem Frühjahr 2005 berechnet und sind rückwirkend bis zum Jahr 1996 gemäß der ÖNACE 2008 verfügbar. Aufgrund der EU-harmonisierten Bereinigung kann es methodisch begründet bei den saisonal- und arbeitstägig bereinigten Reihen mit jedem neuen Berichtsmonat zu geringfügigen Abweichungen der kompletten Zeitreihen kommen. Die aktuellen Werte werden monatlich auch in den Statistischen Übersichten, der Datenbank ISIS, dem Statistischen Tabellensystem STATAS, sowie auf der Website von Eurostat veröffentlicht.
Das Merkmal Umsatz umfasst EU-harmonisiert alle Beträge, die von, im Rahmen der Konjunkturerhebung erfassten Unternehmen, in- und/oder ausländischen Abnehmern in Rechnung gestellt wurden und schließt die Handelswarenerlöse ein. Umsatzsteuern sind nicht inkludiert, während sonstige Verbrauchssteuern (z.B. Mineralölsteuer, Tabaksteuer, etc.) enthalten sind. Es zeigt die Ergebnisse wirtschaftlicher Tätigkeiten, sofern die hergestellten Güter an Kunden und Tochtergesellschaften verkauft werden. Bewegungen innerhalb dieser Umsatzwertindizes können nicht aufgeteilt werden auf Bewegungen, die durch Mengenänderungen, und Bewegungen, die durch Preisänderungen, verursacht werden.
Die Begriffe "Eurozone" bzw. "Nicht-Eurozone" umfassen folgende Länder: Eurozone: EU-Staaten der Eurozone (ohne Österreich), darunter fallen Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien, Griechenland, Slowenien, Malta und Zypern sowie ab 2009 auch die Slowakei (entsprechende Basiskorrekturen für die neuen Mitgliedsstaaten der Eurozone wurden für die Indexberechnung vorgenommen); Nicht-Eurozone: beinhaltet alle EU-Staaten die nicht in der Eurozone sind sowie alle Drittstaaten.
Die Datengrundlage für den Umsatzindex bilden die seit Januar 1996 in monatlichen Abständen durchgeführten Konjunkturerhebungen im Produzierenden Bereich (KJE). Grundsätzlich fließen die Daten aller Meldeeinheiten der Konjunkturstatistik in die Berechnung der Indizes ein, sodass durch den Umfang der Konjunkturerhebungen die Repräsentativität der berechneten Indizes vordeterminiert ist. Mittels KJE werden nach dem Prinzip einer Konzentrationsstichprobe ausschließlich Betriebe bzw. Unternehmen des Produzierenden Bereiches (ÖNACE Abschnitte B-F) befragt, die an einem Stichtag des Vorjahres eine Mindestzahl von Beschäftigten aufweisen bzw. seit dem Berichtsjahr 2008 eine bestimmte Umsatzschwelle überschreiten (sofern bestimmte Repräsentanzkriterien mit der Beschäftigtenschwelle in einem Wirtschafszweig alleine nicht erfüllt werden können). Allerdings wurden ab der Basis 2000 für ÖNACE-Abteilungen mit schwankenden Beschäftigtengrenzen bzw. ab dem Berichtsjahr 2008 mit zum Teil schwankenden Umsatzgrenzen zum Zweck stabiler Beobachtungsmassen einheitliche und gleich bleibende Meldegrenzen für die Indexberechnung und dessen homogenen Verlauf festgelegt bzw. falls erforderlich entsprechende Basiskorrekturen vorgenommen.
Durch die grundlegenden Revisionen der wirtschaftsstatistischen Klassifikationen im Rahmen der „Operation 2007“ und die Novellierung der nationalen Konjunkturstatistik-Verordnung ergaben sich für die Konjunkturerhebungen im Produzierenden Bereich ab dem Berichtsjahr 2008 einige erhebliche Änderungen, die auch bei der Indexberechnung entsprechend methodisch berücksichtigt werden mussten, wie z.B. die Umstellung der ÖNACE 2003 auf ÖNACE 2008 mit Hilfe von Konversionsfaktoren (PDF 205KB), Neuabgrenzung der Erfassungsbereiche bzw. Berücksichtigung von neuen Meldeschwellen ab Berichtsmonat Jänner 2008. Nähere Details wurden in den Statistischen Nachrichten 07/2009 (PDF 546KB) veröffentlicht.
Für den Zeitraum von 1996 bis 2004 wurden die auf der Basis 1995 bzw. 2000 vorliegenden Indizes auf die neuen Klassifikation (ÖNACE 2008) für sämtliche Gliederungsstufen umgerechnet und auf das Jahr 2005 = 100 umbasiert. Ab Berichtsmonat Jänner 2005 wurde eine Neuberechnung der Indizes vorgenommen.
Die Berechnung folgt dem Laspeyres Indexkonzept. Zur Durchführung der Indexberechnung werden Messzahlen nach Gruppen, Abteilungen und Abschnitten der ÖNACE sowie nach Verwendungskategorien gebildet, indem das jeweils aktuelle Monatsergebnis durch den monatlichen Durchschnitt des Basisjahres (derzeit 2005) dividiert wird.
Die Durchführung der arbeitstägigen und saisonalen Bereinigung vereinfacht anschließend
durch Eliminierung von saisonalen Einflüssen und durch die Normierung
der Monatswerte hinsichtlich der Arbeitstage die Interpretation der
Zeitreihen. Die Bereinigungsschritte erfolgen nach EU-harmonisierten Vorgaben unter Anwendung des Programmes X
Gemäß der EU-Verordnung über Konjunkturstatistiken sind alle 5 Jahre – d.h. in den auf 0 und 5 endenden Jahren – die in der Verordnung vorgesehenen Konjunkturindikatoren auf eine neue Basis zu stellen. Deshalb erfolgte zuletzt im September 2007 eine Basisumstellung auf die neue Basis 2005.
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!