Laut den Ergebnissen der zweiten Vorausschätzung
der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR), welche von der STATISTIK
AUSTRIA Anfang Februar 2012 erstellt wurde, erhöhte sich das reale
landwirtschaftliche Einkommen (gemessen als preisbereinigtes Faktoreinkommen je Arbeitskraft) in Österreich
im Jahr 2011 um 16,1%, nach einem Wachstum um 13,6% im Jahr 2010. Der
Einkommensanstieg je Arbeitskraft resultierte aus einer Zunahme des
Faktoreinkommens (nominell:
Der Anstieg des landwirtschaftlichen Einkommens im
Jahr 2011 basierte in erster Linie auf dem kräftigen Zuwachs des Werts der landwirtschaftlichen
Produktion
Gleichzeitig fielen auch die Produktionskosten erheblich höher aus als 2010. Lt. ersten Berechnungen erhöhte sich der Aufwand der Landwirtschaft für Vorleistungen um 10,9%, wofür zu einem guten Teil die kräftige Verteuerung von Düngemitteln, Treibstoffen und Futtermitteln maßgeblich war. Die Abschreibungen für das Anlagevermögen stiegen um 3,2%.
Die bei der Berechnung des Faktoreinkommens berücksichtigten Förderungszahlungen („Gütersubventionen“ und „sonstige Subventionen“) nahmen im Vorjahresvergleich in Summe um 1,4% ab.
Ausführlichere Informationen entnehmen Sie bitte dem Schnellbericht „Landwirtschaftliche Gesamtrechnung für Österreich 2011“ (PDF, 1 MB).
Die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung (LGR) wird gemäß der derzeit gültigen Methodik für die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung in der Europäischen Union (Verordnung (EG) Nr. 138/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates) erstellt.
Die LGR-Verordnung verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten u.a. zur Erstellung von zwei Vorausschätzungen. Der gegenständlichen zweiten Vorausschätzung für 2011 liegt die mit Anfang Februar 2012 verfügbare Datenbasis zugrunde. Wie bei den Vorausschätzungen für die vergangenen Jahre sei auf den vorläufigen Charakter der Berechnungsergebnisse hingewiesen, der darauf zurückzuführen ist, dass zum Zeitpunkt der Erstellung der zweiten Vorausschätzung bei den meisten Basisstatistiken noch keine endgültigen Jahresdaten zur Verfügung stehen bzw. einzelne Datenquellen für das Berichtsjahr überhaupt noch nicht verfügbar sind. Unsicherheiten betreffen u.a. die Entwicklung der Aufwendungen für Vorleistungen.
Semi-definitive LGR-Daten für 2011 liegen im Juli 2012, definitive Daten im Juli 2013 vor. Da laufend aktuell verfügbare Daten in das Berechnungssystem eingearbeitet werden, sind jedoch auch bereits fertig gestellte Berichtsjahre gegebenenfalls Revisionen unterworfen.
Vom Gesamtproduktionswert der österreichischen Landwirtschaft stammen rd. drei Viertel aus den drei Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark. 2010 trug Niederösterreich 32%, Oberösterreich 23% und die Steiermark 20% zum heimischen Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs bei. Das Burgenland und Kärnten steuerten jeweils 6%, Tirol 5% und Salzburg 4% bei. Die Anteile Vorarlbergs und Wiens beliefen sich auf jeweils rd. 2%.
Die regionalen Schwerpunkte in der landwirtschaftlichen Produktion spiegeln sich in der unterschiedlichen Zusammensetzung des landwirtschaftlichen Gesamtproduktionswerts in den einzelnen Bundesländern wider. So entfällt im Burgenland, in Niederösterreich und in Wien mehr als die Hälfte des Produktionswerts auf die pflanzliche Erzeugung, wobei der Schwerpunkt Pflanzenbau in Wien und im Burgenland besonders ausgeprägt ist. In den anderen Bundesländern dominiert die tierische Erzeugung. Auch die Bedeutung der nichtlandwirtschaftlichen Nebentätigkeiten ist regional sehr unterschiedlich mit den höchsten Anteilen in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten.
Infolge der unterschiedlichen Produktionsschwerpunkte
sowie lokaler Besonderheiten und Einflüsse (wie Witterungsverläufe),
aber auch bedingt durch verschiedene Ausgangssituationen, die ihrerseits
durch die Entwicklung in den vorangegangenen Jahren geprägt sind, entwickelt
sich der landwirtschaftliche Gesamtproduktionswert in den einzelnen
Bundesländern im Allgemeinen unterschiedlich. Nachdem 2009 in allen
Bundesländern Rückgänge beim landwirtschaftlichen Gesamtproduktionswert
zu verzeichnen gewesen waren, nahm dieser 2010 in sieben Bundesländern
wieder zu. Die höchsten Zuwachsraten wurden lt. den vorläufigen Ergebnissen
der Regionalen LGR in Niederösterreich
Die Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen stieg
im Vorjahresvergleich in allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg
Ausführlichere Informationen entnehmen Sie bitte dem Schnellbericht „Landwirtschaftliche Gesamtrechnung nach Bundesländern 2010“ (PDF, 2 MB).
In Ergänzung zur Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) für Österreich, welche die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft auf nationaler Ebene abbildet, stellt die Regionale LGR Indikatoren über die ökonomische Lage in der Landwirtschaft auf Ebene der Bundesländer bereit. Sie zeigt Disparitäten zwischen den Bundesländern auf und liefert Informationen über den Beitrag der einzelnen Bundesländer zum Gesamtproduktionswert bzw. zur Wertschöpfung der heimischen Landwirtschaft.
Die Ergebnisse der Regionalen LGR für ein bestimmtes
Berichtsjahr werden jeweils im Oktober des Folgejahres veröffentlicht.
Bei den gegenständlichen Daten für 2010 handelt es sich um vorläufige
Ergebnisse, welche mit dem Stand der nationalen LGR vom Juli 2011 konsistent
sind. Die Berechnungen erfolgten erstmals gemäß der neuen Klassifikation
der Wirtschaftstätigkeiten in der Europäischen Gemeinschaft NACE Rev. 2,
wobei auch Rückrechnungen für die Berichtsjahre 1995
Da die regionalen Daten im Unterschied zur nationalen LGR nicht mehrmals jährlich aktualisiert werden, kann es gegebenenfalls zu Abweichungen gegenüber den aktuellen LGR-Ergebnissen auf Bundesebene kommen.
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!