Entwicklung auf dem Arbeitskräftesektor in
der Land- und Forstwirtschaft seit dem Jahr 1951
Nach Kriegsende waren noch mehr als 1.614.800 Personen
im Agrarbereich tätig. Im Jahr 2007 waren es nur mehr 495.804. Dazwischen
fand ein ständiger Rückgang an land- und forstwirtschaftlichen Arbeitskräften
statt, der bis zum Jahr 1980 besonders ausgeprägt war. Der „Anstieg“
zwischen 1990 und 1995 ist auf eine Änderung in der Methodik zurückzuführen.
In Anpassung an die Vorgaben der Europäischen Union musste auch die
in der Land- und Forstwirtschaft geleistete Tätigkeit der Rentnerinnen
und Rentner bzw. Pensionistinnen und Pensionisten sowie der Schülerinnen
und Schüler sowie Studentinnen und Studenten ab dem 16. Lebensjahr berücksichtigt
werden. Um der Realität der Arbeitsleistung eher zu entsprechen, wurde
auf Empfehlung des Fachbeirates für Agrarstatistik allerdings das Beschäftigungsausmaß
bei den Personen im Ruhestand um zwei Kategorien zurückgestuft; so
wurde beispielsweise bei einer gemeldeten „Vollbeschäftigung“ die
Tätigkeit auf "50 bis unter 75%" zurückgenommen. Die Reduktion
des Beschäftigungsausmaßes für Personen im Ruhestand ist eine international
übliche Vorgangsweise. Auch bei Studierenden bzw. Schülerinnen und
Schülern durfte die angegebene Arbeitsdauer ein bestimmtes Ausmaß
nicht überschreiten.