Insgesamt betrachtet nahm die Zahl der jährlich diagnostizierten
bösartigen Lungentumore in den vergangenen Jahren leicht zu. 2009 wurden
4.239 Neuerkrankungen registriert, das sind gut 11% aller bösartigen
Neubildungen in Österreich.
Lungenkrebs ist bei den
Männern (nach dem Prostatakarzinom) die zweithäufigste Krebserkrankung
(2.747 Neudiagnosen im Jahr 2009) und zugleich die häufigste Todesursache
aller Krebserkrankungen. Bei den Frauen ist der Lungenkrebs (nach dem
Brust- und Darmkrebs) die dritthäufigste Krebserkrankung (1.492 Fälle
absolut) und die zweithäufigste Todesursache aller Krebserkrankungen.
Bei Krebslokalisationen, die mit dem Rauchen assoziiert
sind, ist das Erkrankungsrisiko der Männer seit jeher ungleich höher
als das der Frauen. Beim Lungenkrebs ergab sich allerdings ein stetig
wachsender Frauenanteil. Während 1999 auf 100 an Lungenkrebs erkrankte
Männer nur 41 an Lungenkrebs erkrankte Frauen kamen, entfielen 2009
bereits 54 Frauen auf 100 erkrankte Männer. Bei den Männern war ein
abnehmendes und bei den Frauen ein steigendes Erkrankungsrisiko festzustellen.
Zuletzt betrug das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu
erkranken 4,8% für die österreichischen Männer und 2,2% für die
österreichischen Frauen. Dieser Tendenz entspricht auch die Sterblichkeit
an Lungenkrebs.