Untenstehende Ergebnisse stammen aus der „Österreichischen Gesundheitsbefragung 2006/07“.
Funktionale Beeinträchtigungen wie Einschränkungen beim Gehen, Treppensteigen oder bei der Fingerfertigkeit sowie Einschränkungen bei den Aktivitäten des täglichen Lebens können die Lebensqualität beeinträchtigen und zu Hilfsbedürftigkeit führen. Da diese Behinderungen vor allem im Alter auftreten und nur sehr wenige Personen unter 60 Jahren davon betroffen sind, wird im Folgenden nur auf die Situation bei den älteren Menschen eingegangen.
Am häufigsten treten Probleme im Bereich der Mobilität auf. Etwa ein Viertel der 60- bis 74-jährigen Frauen und über die Hälfte der Frauen über 75 Jahre weist eine Beeinträchtigung beim Bücken und Niederknien auf. Die Häufigkeiten bei den Männern liegen etwas darunter: bei 23% bzw. 39%. Bei diesen doch beträchtlichen Prozentwerten ist allerdings zu beachten, dass hier nicht nach dem Vorhandensein bzw. der Verwendung eines Hilfsmittels gefragt wurde. Probleme beim Gehen trotz Verwendung eines Stockes oder einer anderen Gehhilfe haben 14% der über 75-jährigen Österreicher und Österreicherinnen (Männer: 12%, Frauen: 15%). Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben (trotz Verwendung eines Stockes oder anderer Gehhilfen) 12% der älteren Menschen (Männer: 9%, Frauen: 14%).
Nahezu sechs von zehn Frauen und drei von zehn Männern im Alter von 75 und mehr Jahren haben Probleme beim Tragen einer vollen Einkaufstasche (mit ca. 5 kg Gewicht). Nur sehr wenige Personen (weniger als 3% der Bevölkerung über 75 Jahre) gaben dagegen Probleme im Zusammenhang mit der Fingerfertigkeit, der Drehbewegung des Handgelenks oder mit dem Handausstrecken bzw. Händeschütteln an.