In Österreich gab es im Berichtsjahr 2009/10
Ein durchschnittliches Kindertagesheim hat 31 Betriebstage pro Jahr geschlossen; die meisten Schließtage fallen in die Sommerferien (durchschnittlich 19,3). Knapp fünf Betriebstage ist österreichweit im Durchschnitt in den Weihnachtsferien geschlossen, knapp vier Tage in den Osterferien, zwei Tage in den Semesterferien. Nach Betreuungsformen betrachtet haben Krippen die wenigsten Schließtage pro Jahr (17,0). Kindergärten kommen im Durchschnitt auf 36,7 geschlossene Tage, Horte auf 28,8 und altersgemischte Betreuungseinrichtungen auf 19,4 Tage. Im Bundesländervergleich verzeichnet Wien mit weniger als acht Tagen pro Jahr mit Abstand die wenigsten Schließtage, der Westen Österreichs hingegen die meisten (Tirol 46,1, Vorarlberg 50,9 und Steiermark 58,7 Tage).
Beim Beginn der Öffnungszeiten zeigt sich, dass 87 Prozent der Krippen und
Kindergärten im Durchschnitt bereits vor
Krippen und Horte sind hauptsächlich Betreuungseinrichtungen für Kinder berufstätiger Eltern. Der Anteil von Hortkindern mit berufstätiger Mutter liegt bei 71,9 Prozent, bei Kindern in Krippen bei 65,1 und bei Kindergartenkindern bei 57,9 Prozent. Im Vergleich zur gleichaltrigen Wohnbevölkerung zeigt sich, dass 84,9 Prozent der 3- bis 5-Jährigen, die eine berufstätige Mutter haben, in Kindergärten untergebracht sind. Bei den 0- bis 2-Jährigen liegt der Wert bei 32,7 Prozent.
Betrachtet man die Entwicklung der Betreuungsquoten der 3-, 4- und 5-jährigen Kinder (den Anteil der in Kindertagesheimen betreuten Kinder, bezogen auf die gleichaltrige Wohnbevölkerung) in den letzten zehn Jahren, zeigt sich, dass bei allen drei Alterskategorien beträchtliche Anstiege zu erkennen sind. So erhöhte sich die Betreuungsquote der 3-Jährigen von 53,4 Prozent im Jahr 1999 auf mittlerweile 77,7 Prozent. Bei den 4-Jährigen wurde in den letzten zehn Jahren eine Steigerung von 84,0 auf 93,8 Prozent verzeichnet, bei den 5-Jährigen von 90,2 auf 93,9 Prozent.