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Internationale Wanderungen

Aus der Zahl von 107.785 Zuzügen aus dem Ausland und 87.189 Wegzügen in das Ausland ergab sich für das Jahr 2009 ein internationaler Wanderungssaldo von 20.596 Personen. Bezogen auf die Wohnbevölkerung Österreichs entsprach dies einer Wanderungsbilanzrate von 2,5 je 1.000 der Bevölkerung. Damit war die Zuwanderung um gut 40% niedriger als noch 2008 (+34.436). Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit -5.100 dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2009 negativ. Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen belief sich hingegen auf +25.696 Personen und betrug damit nur rund zwei Drittel des Wertes des Jahres 2008 (+39.412 Personen).

Trotz eines starken Rückgangs entfielen weiterhin rund zwei Drittel (absolut +16.256 Personen) des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen Staatsangehörigen auf Bürgerinnen und Bürger der EU. Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe waren dabei Deutsche (+7.168 Personen), gefolgt von Rumäninnen und Rumänen (+3.354) und Ungarn (+1.909). Ebenfalls bedeutsam waren die Wanderungsgewinne mit der Slowakei (+956 Personen) und Bulgarien (+889). Knapp die Hälfte (48%) der Zuwanderer aus der EU stammten aus den seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten.

Die Wanderung aus Nicht-EU-Staaten war 2009 weiterhin rückläufig. Rund die Hälfte der Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen entfiel auf europäische Staatsangehörige, insbesondere aus der Türkei (+1.754 Personen), den jugoslawischen Nachfolgestaaten ausgenommen Slowenien (+1.461) sowie der Russischen Föderation (+688). Bedeutsam war zudem der Wanderungsgewinn bei Angehörigen asiatischer Staaten (+3.582 Personen). Insgesamt zeigte sich bei den Wanderungssalden mit den Nicht-EU-Staaten eine relative Verschiebung zu außereuropäischen Staatsangehörigen.

Auf Ebene der Bundesländer zeigte sich weiterhin die Bedeutung Wiens als wichtigstes Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Knapp zwei Fünftel des Wanderungssaldos (42% bzw. +8.674 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt. Im Saldo für das Jahr 2009 wiesen Oberösterreich (+2.612 Personen), Niederösterreich (+2.310) und die Steiermark (+2.216) die höchsten Werte nach Wien auf. Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: internationale Zu- und WegzügeHTMLPDFXLS
Internationale Zu- und Wegzüge 2006-2009 nach ausgewählter StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLS
Internationale Zu- und Wegzüge 2006-2009 nach ausgewählten Herkunfts- und ZielländernHTMLPDFXLS
Außenwanderung 2009 nach Alter, Geschlecht und StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLS
Internationale Zu- und Wegzüge 2009-2010 nach Ereignismonat, Bundesland und StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLS
Grafik(en):
Internationale Zu- und Wegzüge nach Alter und Geschlecht 2009GIF
Außenwanderungssaldo 2008 und 2009 nach ausgewählter StaatangehörigkeitGIF
Thematische Karte(n):
Wanderungen 2009: Außenwanderungen nach GemeindenPDFGIF