Trotz eines starken Rückgangs entfielen weiterhin
rund zwei Drittel (absolut +16.256 Personen) des Wanderungsgewinns bei
den nicht-österreichischen Staatsangehörigen auf Bürgerinnen und
Bürger der EU. Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe waren
dabei Deutsche (+7.168 Personen), gefolgt von Rumäninnen und Rumänen
(+3.354) und Ungarn (+1.909). Ebenfalls bedeutsam waren die Wanderungsgewinne
mit der Slowakei (+956 Personen) und Bulgarien (+889). Knapp die Hälfte
(48%) der Zuwanderer aus der EU stammten aus den seit 2004 beigetretenen
zwölf Staaten.
Die Wanderung aus Nicht-EU-Staaten war 2009 weiterhin
rückläufig. Rund die Hälfte der Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen
entfiel auf europäische Staatsangehörige, insbesondere aus der Türkei
(+1.754 Personen), den jugoslawischen Nachfolgestaaten ausgenommen Slowenien
(+1.461) sowie der Russischen Föderation (+688). Bedeutsam war zudem
der Wanderungsgewinn bei Angehörigen asiatischer Staaten (+3.582 Personen).
Insgesamt zeigte sich bei den Wanderungssalden mit den Nicht-EU-Staaten
eine relative Verschiebung zu außereuropäischen Staatsangehörigen.
Auf Ebene der Bundesländer zeigte sich weiterhin
die Bedeutung Wiens als wichtigstes Ziel der internationalen Zuwanderung
nach Österreich. Knapp zwei Fünftel des Wanderungssaldos (42% bzw.
+8.674 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt. Im Saldo für das
Jahr 2009 wiesen Oberösterreich (+2.612 Personen), Niederösterreich
(+2.310) und die Steiermark (+2.216) die höchsten Werte nach Wien auf.
Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung
vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg
und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle
Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.