Die laut Volkszählung 2001 rund
Die Entwicklung der Erwerbsstruktur war in den vergangenen Jahrzehnten durch die zahlen- und anteilsmäßige Abnahme der Selbständigen und der Mithelfenden sowie die Zunahme der Angestellten gekennzeichnet. Seit 1991 hat sich jedoch die Zahl der Selbständigen nicht weiter verringert, sondern sogar leicht erhöht. Das leichte Plus bei den Selbständigen geht jedoch ausschließlich auf die Entwicklung in Wirtschaftsbereichen außerhalb der Land- und Forstwirtschaft zurück.
In der Land- und Forstwirtschaft ist die Beschäftigung
insgesamt seit 1991 um rund 30%
Parallel zur Entwicklung nach Wirtschaftszweigen ist auch Zahl und Anteil der landwirtschaftlichen Fachkräfte gesunken. Rückgänge zeigen sich auch bei den eher traditionellen Produktionsberufen, die in der Hauptgruppe „Handwerksberufe“ zusammengefasst sind. Deutliche Zunahmen sind bei den Angestellten- und Selbständigenberufen mit höherer Qualifikation zu beobachten, vor allem den in der Hauptgruppe 2 unter dem Begriff „Wissenschaftler“ zusammengefassten akademischen Berufen.
Frauenbeschäftigung konzentriert sich stark auf den
Dienstleistungssektor und auf Dienstleistungsberufe. Daher sind Frauen
auch häufiger im Angestelltenverhältnis tätig als Männer: Von den
1,77 Mio. berufstätigen Frauen waren laut Volkszählung 2001 60,1%
Angestellte, Vertragsbedienstete im öffentlichen Dienst oder Beamtinnen,
gegenüber 44,9% der Männer. Jede vierte Frau war Arbeiterin (27,6%),
7,8% waren selbständig erwerbstätig, (darunter
Auch bei den 2,22 Mio. erwerbstätigen Männern stellen
die Angestellten mit 44,9% die größte Gruppe. Der anteilsmäßige
Abstand zu den Arbeitern ist allerdings kleiner als bei den Frauen.
39,5% der Männer sind ihren Angaben zufolge als Arbeiter tätig, 11,2%
sind selbständig. 3,4%
Auf die Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft entfallen bei Männern und Frauen etwa gleich hohe Anteile (3,7% bzw. 4,0%), ansonsten ist die Verteilung auf einzelne Branchen und somit auch auf die Sektoren sehr unterschiedlich. Der Anteil der im Dienstleistungssektor arbeitenden Männer liegt bei knapp unter drei Fünftel (58,2%), bei den Frauen hingegen schon bei vier Fünftel (79,7%). Bedeutendster Arbeitgeber für Frauen ist – in dieser Gliederung nach Abschnitten - der Handel mit einem Anteil von 19,6% an den Erwerbspersonen, gefolgt vom Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (13,7%) und der Sachgütererzeugung (12,5%). Von den berufstätigen Männern arbeitet knapp unter ein Viertel (23,7%) in der Sachgütererzeugung. 14,4% haben einen Arbeitsplatz im Handel bzw. der Reparatur von KFZ und Gebrauchsgütern; weitere 12,1% sind im Bauwesen tätig.
Die Ergebnisse der Volkszählung 2001 nach der Berufsgliederung ISCO 88 (COM) bestätigen auch, dass Frauen seltener in Führungspositionen aufsteigen als Männer. In der Hauptgruppe 1, die leitende Positionen umfasst, finden sich 10,8% der Männer, aber nur 4,8% der Frauen. Auch sonst wird wiederum die geschlechtsspezifische Segmentierung des Arbeitsmarktes sichtbar. 41,5% der Frauen, aber nur 14,8% der Männer arbeiten in Dienstleistungsberufen oder als Bürokräfte, 5% gegenüber 34% der Männer in Handwerksberufen oder in der Bedienung von Anlagen und Maschinen. Frauen sind auch häufiger als Hilfsarbeitskräfte eingestellt, auf der anderen Seite haben sie allerdings auch ein leichtes „Übergewicht“ bei den „Wissenschaftlern“ (Lehrberufe) und den professionalisierten Berufen (hier vor allem durch Krankenpflegeberufe).