Gestorbene

Langfristiger Trend

Die Zahl der Gestorbenen lag in den 1980er und 1990er Jahren bei Ø 85.000 pro Jahr. Im Jahr 2004 wurde mit 74.292 die bisher geringste Gestorbenenzahl in Österreich registriert. Im Jahr 2005 gab es einen Anstieg auf 75.189, dem 2006 ein Rückgang auf 74.295 Sterbefälle folgte. Von 2007 bis 2009 stieg die Zahl der Gestorbenen auf 77.381 an und ging 2010 um 0,2% auf insgesamt 77.199 zurück.

Aktuelle vorläufige Monatsergebnisse

Vorläufige Monatsergebnisse finden sie in den „Statistischen Übersichten“ (PDF 40KB) oder im Segment "Y8R" der Datenbank ISIS. Vorläufige halbjährliche oder außerordentliche monatliche Ergebnisse finden sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Aktuelle endgültige Jahresergebnisse

Die endgültige Zahl der Gestorbenen betrug 2010 bundesweit 77.199 und war damit um 182 oder 0,2% etwas niedriger als im Jahr 2009. Wegen der gleichzeitig gestiegenen Zahl älterer Menschen bewirkte das aber ein kräftiges Plus bei der Lebenserwartung um 0,3 Jahre auf 77,7 Jahre bei den Männern und 83,2 Jahre bei den Frauen auf. Die Säuglingssterblichkeitsrate (im 1. Lebensjahr Verstorbene bezogen auf 1.000 Lebendgeborene) lag bei 3,9‰ und somit zum fünften Mal in Folge unter der 4‰-Marke.

Weniger Sterbefälle als im Jahr 2009 wurden 2010 in der Steiermark (-2,0%), in Niederösterreich (-1,0%), in Salzburg und in Wien (je -0,3%) verzeichnet. Mehr Todesfälle wurden von den Standesämtern im Burgenland (+2,9%), in Tirol (+1,4%), in Kärnten und in Oberösterreich (je +0,6%) sowie in Vorarlberg (0,3%) gemeldet.

Die Zahl der Lebendgeborenen war im Jahr 2010 um 3,1% über jener des Vorjahres, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Gestorbenen um -0,2% zurück ging. Folglich fiel die Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Gestorbene) mit +1.543 positiv aus (nach der negativen Bilanz des Jahres 2009; -1.037). Die Bundesländer Wien (+1.702), Tirol (+1.370), Oberösterreich (+1.325), Vorarlberg (+1.252) und Salzburg (+929) konnten, wie schon in den Vorjahren, Geburtenüberschüsse erzielen. Unverändert negativ blieben die Geburtenbilanzen in Niederösterreich (-1.792), in der Steiermark (-1.452), im Burgenland (-912) und in Kärnten (-879).

Statistische Kuriositäten

Die zwei ältesten Frauen waren bei ihrem Ableben im 110. bzw. 109. Lebensjahr und verwitwet. Der älteste verwitwete Mann war beim Tod im 107. Lebensjahr. Eine weitere bis zum Tod ledig gebliebene Frau verstarb im 109. Lebensjahr, die zwei ältesten ledigen Männer im 104. Lebensjahr.

Methodische Informationen, Definitionen:

Die Erhebung und Aufarbeitung der Sterbefälle erfolgt auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Standesämter monatlich nach dem Ereignisort, die Veröffentlichung nach dem letzten Wohnort des Verstorbenen.

Sterbefälle von in Österreich wohnhaften Personen (Hauptwohnsitz), die im Ausland stattfinden, können von österreichischen Standesämtern derzeit statistisch nur unvollständig erfasst werden. Für diese Sterbefälle werden ab dem Berichtsjahr 2009 Informationen aus anderen Datenquellen herangezogen, um im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich statistisch möglichst vollständig zu erfassen. Diese Sterbefälle sind für das Berichtsjahr 2009 erstmals in den publizierten Daten enthalten und verursachen einen Bruch in der Zeitreihe der Gestorbenen sowie aller damit in Zusammenhang stehenden Maßzahlen wie der Lebenserwartung oder der Geburtenbilanz.

In Österreich stattfindende Sterbefälle von im Ausland wohnhaften Personen werden zwar erhoben und aufgearbeitet, sind aber in den publizierten Daten nicht enthalten (2010 waren es 811 Gestorbene).

Vorläufige Ergebnisse informieren über die in bzw. bis zu einem bestimmten Monat von den Standesämtern übermittelten Informationen. Endgültige Ergebnisse sind auf Vollständigkeit geprüft und ordnen die Sterbefälle eines Jahres dem jeweiligen Ereignisdatum zu.

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Ergebnisse im Überblick: GestorbeneHTMLPDFXLSX
Gestorbene und Säuglingssterblichkeit seit 1946HTMLPDFXLSX
Gestorbene seit 1991 nach BundesländernPDFXLSX
Gestorbene seit 2001 nach Altersgruppen, Familienstand und GeschlechtHTMLPDFXLSX
Säuglingssterblichkeit seit 2001 nach Lebensdauer und BundesländernPDFXLSX
Gestorbene seit 2001 nach Ereignismonaten und BundesländernPDFXLSX
Säuglingssterblichkeit seit 1946 nach der LebensdauerHTMLPDFXLSX


Gestorbene und Sterberate seit 1951

Lebenserwartung bei der Geburt und fernere Lebenserwartung 60-Jähriger seit 1971

Säuglingssterblichkeit nach der Lebensdauer seit 1951


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