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Erwerbsprognosen

Zahl der Erwerbspersonen steigt, jedoch auch Alterung bei den Arbeitskräften

Die Zahl der Erwerbspersonen in Österreich wird künftig weiter steigen. Im Jahresdurchschnitt 2001 gab es in Österreich 3,81 Mio. Erwerbspersonen. 2010 wird ihre Zahl mit 4,10 Mio. voraussichtlich um 7,7% höher sein. 2018 erreicht sie mit 4,19 Mio. das Maximum (+9,9%). Danach wird es wieder zu einem leichten Rückgang kommen. Bis 2030 sinkt die Zahl der Erwerbspersonen auf 4,10 Mio. (+7,7% gegenüber 2001), bis 2050 schließlich auf 3,96 Mio. (+4,0%). Die Erwerbsbevölkerung wird somit über den gesamten Projektionszeitraum höher sein als 2001, dem Basisjahr der Vorausschätzung.

Der Zuwachs an Erwerbspersonen wird in erster Linie durch Wanderungsgewinne bedingt. Die zugrunde liegende Bevölkerungsprognose geht davon aus, dass im Zeitraum bis 2015 jährlich mehr als 100.000 Personen nach Österreich zuwandern. Netto ergibt dies einen Saldo von jährlich rund 20.000 Personen. Erst um das Jahr 2020, wenn aufgrund der dann aktuellen Altersstruktur deutlich weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt nachrücken als in Pension gehen werden, sollte die Zahl der Erwerbspersonen wieder sinken.

Nach dem Geschlecht differenziert, wird die Zahl der Frauen auf dem Arbeitsmarkt stärker zunehmen als jene der Männer. Dies ist eine Folge der deutlich steigenden Erwerbsbeteiligung der Frauen im Haupterwerbsalter. Nach 2030 wird die Zahl der Erwerbspersonen beider Geschlechter wieder sinken, jene der Frauen jedoch schwächer als die der Männer.

Deutlich stärker als die Gesamtzahl wird sich die Altersstruktur der Erwerbspersonen verändern. Parallel zur Gesamtbevölkerung altert auch die Erwerbsbevölkerung. Der Anteil der unter 30-Jährigen sinkt von 26,2% (2001) auf 22,3% im Jahr 2030. Im gleichen Zeitraum steigt jener der über 45-jährigen Erwerbspersonen von 28,2% auf 39,7% an und wird anschließend auf diesem Niveau verharren.

Regional sind unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten. Während die Zahl der Erwerbspersonen in Wien langfristig stark wächst, entspricht die Entwicklung in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg jener des Bundesdurchschnitts. Das Burgenland, Kärnten und die Steiermark haben hingegen schon bald mit Rückgängen an Erwerbspersonen zu rechnen.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: ErwerbspersonenHTMLPDFXLS
Ergebnisse im Überblick: AltersstrukturHTMLPDFXLS
Alters- und geschlechtsspezifische Erwerbsquoten 1971 bis 2001 sowie Prognose bis 2031HTMLPDFXLS
Alters- und geschlechtsspezifische Erwerbsquoten 2001 und 2031 nach BundesländernPDFXLS
Erwerbspersonen 2001 bis 2050 nach breiten Altersgruppen und GeschlechtHTMLPDFXLS
Erwerbspersonen nach Alter, Geschlecht und Bundesländern 2001 bis 2050PDFXLS
Grafik(en):
Alters- und geschlechtsspezifische Erwerbsquoten 1971 bis 2031GIF
Erwerbspersonen 1971 bis 2050 nach GeschlechtGIF
Altersstruktur der Erwerbspersonen 2001 bis 2050GIF
Entwicklung der Erwerbspersonen nach Bundesländern 2001 bis 2050GIF