Die Bevölkerungsentwicklung in Österreich hat in
den letzten Jahren die Bevölkerungsstruktur nach Alter und Geschlecht
entsprechend geprägt. Zahl und Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen
unter 15 Jahren) ist in vielen Regionen gesunken, während die Bevölkerung
im nicht-mehr-erwerbsfähigen Alter (65 Jahre und älter) zahlen- und
anteilsmäßig stark an Gewicht gewonnen hat. Die erwerbsfähige Bevölkerung
im Alter von 15 bis unter 64 Jahren hatte in den letzten Jahren vor
allem durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland starke Zuwächse verzeichnet,
insbesondere in den Stadtagglomerationen. In ländlichen Gebieten war
dagegen ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung in unterschiedlichem
Ausmaß zu beobachten.
Aktuelle Jahresergebnisse
Am 1.1.2010 lebten in Österreich 1,245 Mio. Kinder
und Jugendliche (unter 15 Jahre), das entspricht 14,9% der Gesamtbevölkerung.
Die höchsten Anteilswerte verzeichneten die Bundesländer Vorarlberg
(17,0%) sowie Oberösterreich (15,6%) und Tirol (15,5%). Dies ist einerseits
auf die über dem Bundesdurchschnitt liegende Fertilität zurückzuführen,
anderseits auf die anhaltend hohe Zuwanderung jüngerer Menschen und
Familien aus dem Ausland. Rund 5,65 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
standen am 1.1.2010 im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren,
das entspricht gut zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Deutlich über
dem landesweiten Durchschnitt lag die Bundeshauptstadt Wien mit 68,9%.
Zum Stichtag waren rund 1,476 Mio. Menschen im nicht-mehr-erwerbsfähigen
Alter von 65 und mehr Jahren, was 17,6% der Gesamtbevölkerung ausmachte.
Nach Bundesländern zeigte sich, dass die Anteile älterer Personen
im Burgenland (19,7%), in Kärnten (19,1%) sowie in der Steiermark (18,8%)
deutlich über dem landesweiten Durchschnitt lagen. In Tirol (16,1%)
und in Vorarlberg (15,2%) lag der Anteil älterer Personen hingegen
stark unter dem Bundesdurchschnitt.