Im Jahr 1961 hatte Österreich knapp über 7 Millionen
Einwohnerinnen und Einwohner. Dem starken Bevölkerungswachstum der
1960er Jahre (+415.000 Personen) folgte ein Jahrzehnt der Bevölkerungsstagnation.
Auf die stagnierende Bevölkerungsentwicklung der 1970er Jahre (+74.000
Personen) folgte wiederum ein Jahrzehnt mit stärkerem Bevölkerungswachstum
(158.000 Personen). Der Bevölkerungsanstieg bis Mitte der 1990er Jahre
war einerseits durch die positive Geburtenbilanz und andererseits durch
die Wanderungsüberschüsse gegenüber dem Ausland zurückzuführen.
Zwischen 1991 und 2001 erhöhte sich die Einwohnerzahl Österreichs
um 310.000 Personen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Österreich
insbesondere durch internationale Migration aus dem Ausland geprägt,
was zu einem starken Bevölkerungsanstieg führte.
Aktuelle Jahresergebnisse
Zu Jahresbeginn 2011 waren in Österreich 8.404.252
Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet, um 28.962 Personen bzw. 0,3% mehr
als ein Jahr zuvor. Damit lag das Bevölkerungswachstum im Jahr 2010
auf einem deutlich höheren Niveau als im Jahr zuvor (2009: +20.030).
Der Bevölkerungszuwachs des Jahres 2010 war hauptsächlich auf den
positiven Wanderungssaldo (27.695 Personen) zurückzuführen. Nach einem
leichten Sterbefallüberschuss im Jahr 2009 fiel die Geburtenbilanz
2010 mit einem Plus von 1.543 Personen wieder positiv aus. Im ersten
Halbjahr 2011 setzte sich das Bevölkerungswachstum Österreichs weiter
fort. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Bevölkerungszahl Österreichs
bis zum 1. Juli 2011 um rund 18.900 Personen auf 8,423 Mio. Menschen
an.
Wien verzeichnete im Jahr 2010 mit +0,9% den höchsten
Bevölkerungszuwachs aller Bundesländer. Dabei sorgten vor allem der
Wanderungsgewinn aus dem Ausland, aber auch Zuwanderung aus anderen
Bundesländern sowie eine leicht positive Geburtenbilanz für den starken
Bevölkerungsanstieg in der Bundeshauptstadt. Auch in Tirol und Salzburg
(je +0,4%) konnten überdurchschnittliche Bevölkerungszuwächse verzeichnet
werden, wobei sich diese sowohl aus den hohen Geburtenüberschüssen
als auch aus der Zuwanderung aus dem Ausland ergaben.
Kärnten war hingegen das einzige Bundesland mit einer
rückläufigen Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2010 (-0,2%). Diese
ergab sich sowohl aus einer negativen Geburtenbilanz als auch aus einem
Abwanderungsüberschuss in andere Bundesländer Österreichs.