Erwerbstätige

Im 3. Quartal 2011 waren durchschnittlich 4.200.200 Personen erwerbstätig, davon 2.260.800 Männer und 1.939.400 Frauen. In der Zahl der Erwerbstätigen sind auch Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis inkludiert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es ein Plus von insgesamt 52.800, das sich aus einer Zunahme bei Frauen um 18.500 und einer Zunahme bei Männern um 34.200 zusammensetzt. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen dieser Altersgruppe, lag im 3. Quartal 2011 bei 73,0% (95%iges Konfidenzintervall: 72,4 bis 73,7%) und somit über dem Niveau des Vorquartals (72,1%). Gegenüber dem Vorjahresquartal ist ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte zu verzeichnen. Die Differenz zwischen den Erwerbstätigenquoten der Männer (78,9%) und der Frauen (67,2%) betrug 11,7 Prozentpunkte.

Beim Lebensunterhaltskonzept, welchem eine Selbstzuordnung der Respondenten zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugrunde liegt, fiel die Zahl der Erwerbstätigen deutlich geringer aus. Nach dieser Berechnungsmethode nahmen im 3. Quartal 2011 3.960.200 Personen am Erwerbsleben teil, dies sind um 240.000 Personen weniger als nach dem international üblichen Labour Force-Konzept.

Im Jahresdurchschnitt 2010 gab es lt. Mikrozensus 4.096.400 Erwerbstätige, davon 2.197.400 Männer und 1.899.100 Frauen. im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 18.800. Dieser Anstieg betrug bei den erwerbstätigen Männern 11.900, erwerbstätige Frauen verzeichneten ein Plus von 6.900. Die Erwerbstätigenquote, d.h. der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung, wird üblicherweise für die so genannte erwerbsfähige Bevölkerung, d.h. für die Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen ausgewiesen. Diese Erwerbstätigenquote belief sich 2010 auf 71,7% (Männer 77,1%; Frauen 66,4%). Die Erwerbstätigenquote stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an, 2009 gab es einen Einbruch, 2010 zeigte sich gegenüber dem Vorjahr jedoch wieder ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten. Die niedrigere Erwerbstätigenquote im Jahr 2004 dürfte zu einem gewissen Teil auf eine Unterschätzung der Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2004 aufgrund der Stichprobenumstellung beruht haben, was auch der stetige Anstieg in den Folgejahren nahelegt.

Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit verlief in den letzten zehn Jahren bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bei den Männern stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen mit einigen konjunkturellen Schwankungen auf dem Niveau Ende der 1990er Jahre, erreichte im Jahr 2004 (Stichprobenumstellung s.u.) ihren Tiefstand und stieg bis zum Jahr 2008 kontinuierlich an und steigt nach einem leichten Zwischentief 2009 wieder an. Auch die Erwerbstätigenquote (15 bis 64 Jahre) der Männer blieb von Ende der 1990er Jahre bis 2003 ziemlich auf dem selben Niveau, erreichte mit 74,9% im Jahr 2004 auch ihren Tiefststand und stieg bis zum Jahr 2008 stetig an (2008 78,5%) und liegt nach einem Zwischentief im Jahr 2009 (76,9%) im Jahr 2010 bei 77,1%. Bei den Frauen stieg jedoch durch die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Müttern die Erwerbstätigenquote innerhalb des letzten Jahrzehntes von 59,4 auf 66,4% an. Ein großer Teil des Beschäftigungswachstums entfiel allerdings auf Teilzeitbeschäftigung. Insgesamt lag die Erwerbstätigenquote 2010 über dem Niveau von Ende der 1990er Jahre. Vor allem bei den Frauen zeigte sich aber auch weiterhin der Trend einer steigenden Erwerbsbeteiligung.

Es ist allerdings zu beachten, dass die massive Umgestaltung des Mikrozensus mit Beginn 2004 eine merkbare Störung der Zeitreihe mit sich brachte, die sich auch bei längerfristigen Vergleichen, besonders aber im Vergleich des Jahres 2004 mit dem Jahr 2003 auswirkt.

Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind inkludiert.

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Ergebnisse im Überblick: Erwerbstätige und ErwerbstätigenquoteHTMLPDFXLSX
Erwerbstätige nach Lebensunterhalts-Konzept bzw. nach internationaler Definition (Labour-Force-Konzept) seit 1995PDFXLSX
Erwerbstätige (internationale Definition) nach Alter und Geschlecht seit 2001HTMLPDFXLSX
Erwerbstätigenquoten (internationale Definition) nach Alter und Geschlecht seit 2001HTMLPDFXLSX


Erwerbstätige nach Quartalen

Altersspezifische Erwerbstätigenquoten, Jahresdurchschnitt 2010


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