Im 3. Quartal 2011 waren durchschnittlich
Beim Lebensunterhaltskonzept, welchem eine Selbstzuordnung der Respondenten
zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugrunde liegt, fiel die Zahl der
Erwerbstätigen deutlich geringer aus. Nach dieser Berechnungsmethode
nahmen im 3. Quartal 2011
Im Jahresdurchschnitt 2010 gab es lt. Mikrozensus
Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit verlief in den letzten zehn Jahren bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bei den Männern stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen mit einigen konjunkturellen Schwankungen auf dem Niveau Ende der 1990er Jahre, erreichte im Jahr 2004 (Stichprobenumstellung s.u.) ihren Tiefstand und stieg bis zum Jahr 2008 kontinuierlich an und steigt nach einem leichten Zwischentief 2009 wieder an. Auch die Erwerbstätigenquote (15 bis 64 Jahre) der Männer blieb von Ende der 1990er Jahre bis 2003 ziemlich auf dem selben Niveau, erreichte mit 74,9% im Jahr 2004 auch ihren Tiefststand und stieg bis zum Jahr 2008 stetig an (2008 78,5%) und liegt nach einem Zwischentief im Jahr 2009 (76,9%) im Jahr 2010 bei 77,1%. Bei den Frauen stieg jedoch durch die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Müttern die Erwerbstätigenquote innerhalb des letzten Jahrzehntes von 59,4 auf 66,4% an. Ein großer Teil des Beschäftigungswachstums entfiel allerdings auf Teilzeitbeschäftigung. Insgesamt lag die Erwerbstätigenquote 2010 über dem Niveau von Ende der 1990er Jahre. Vor allem bei den Frauen zeigte sich aber auch weiterhin der Trend einer steigenden Erwerbsbeteiligung.
Es ist allerdings zu beachten, dass die massive Umgestaltung des Mikrozensus mit Beginn 2004 eine merkbare Störung der Zeitreihe mit sich brachte, die sich auch bei längerfristigen Vergleichen, besonders aber im Vergleich des Jahres 2004 mit dem Jahr 2003 auswirkt.
Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind inkludiert.