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Erwerbsstatus

Im 1. Quartal 2010 wurden im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung nach internationalem Labour Force-Konzept 4.221.500 Erwerbspersonen ermittelt. Diese stellen die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitslosen dar und spiegeln, wenn man die Arbeitslosigkeit als kurzfristige Unterbrechung der Erwerbstätigkeit betrachtet, jene Bevölkerungsgruppe wider, die sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt. Die Zahl der Erwerbstätigen betrug im 1. Quartal 2010 4.023.100 Personen, jene der Arbeitslosen 198.400. Demgegenüber standen als Komplementärgröße 2.786.000 Nicht-Erwerbspersonen im Alter von 15 oder mehr Jahren. Im Vergleich zum 1. Quartal 2009 blieb die Zahl der Erwerbstätigen weitgehend gleich, gegenüber dem 4. Quartal 2009 zeigt sich ein Rückgang um 66.000 Erwerbstätige. Die Zahl der Arbeitslosen bewegt sich ebenfalls auf Vorjahresniveau (+2.000). Die Zahl der männlichen Erwerbspersonen betrug im 1. Quartal 2010 2.256.200 Personen, jene der weiblichen 1.965.400; gegenüber dem Vorjahr blieb die Zahl bei den Frauen annähernd gleich (-400), bei den Männern stieg sie ebenfalls nur unwesentlich an (+4.000).

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen, d.h. der Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung dieser Altersgruppe, belief sich im 1. Quartal 2010 auf 74,1% und ist somit gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gesunken (-0,3 Prozentpunkte). Die Erwerbsquote der Männer lag mit 79,4% beträchtlich über jener der Frauen mit 68,9%.

Beim Lebensunterhaltskonzept, welchem eine Selbstzuordnung der Respondentinnen und Respondenten zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugrunde liegt, fiel die Zahl der Erwerbspersonen deutlich geringer aus. Nach dieser Berechnungsmethode nahmen im 1. Quartal 2010 4.147.000 Personen am Erwerbsleben teil bzw. strebten dies an, dies sind um 74.000 Personen weniger als nach dem international üblichen Labour Force-Konzept. Diese – je nach Berechnungsart – unterschiedliche Zahl ist teilweise durch die hohe Anzahl an geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen nach dem Labour Force-Konzept bedingt.

Im Jahresdurchschnitt 2009 betrug die Zahl der Erwerbspersonen nach dem Labour Force-Konzept insgesamt 4.282.100 Personen (2.299.700 Männer, 1.982.400 Frauen). Innerhalb des letzten Jahrzehntes stieg diese Zahl kontinuierlich an. Der leichte Rückgang von 2003 auf 2004 und die deutliche Zunahme im Folgejahr sind zum Teil auf die erhebungsbedingte Umgestaltung des Mikrozensus zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Plus von rund 30.000 Erwerbspersonen verzeichnet werden. 4.077.700 Personen waren 2009 erwerbstätig, dies sind um etwa 410.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung geht fast ausschließlich auf das Konto der weiblichen Erwerbstätigen, deren Zahl sich seit 1999 beträchtlich erhöhte. Die Zahl der Arbeitslosen bewegt sich auf deutlich höherem Niveau als vor zehn Jahren und betraf im Jahr 2009 204.400 Personen; gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Anstieg von 42.100 Personen. Die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen ab 15 Jahren ergab 2009 2.704.300 Personen.

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen betrug 2009 75,3%, jene der Männer 81,0% und der Frauen 69,6%. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern entwickelte sich in den letzten Jahren unterschiedlich. Bei den Männern betrug die Erwerbsquote im Jahr 1999 80,4% und liegt nun geringfügig darüber (81,0%). Bei den Frauen ließ sich hingegen eine Zunahme von 7,9 Prozentpunkten erkennen, welche vor allem auf Frauen mittleren Alters zutraf.

Nach dem Lebensunterhaltskonzept gab es im Jahr 2009 4.149.800 Erwerbspersonen und 2.836.600 Personen ab 15 Jahren mit einem sonstigen Lebensunterhalt. Die Entwicklung innerhalb des letzten Jahrzehntes verlief ähnlich wie nach dem Labour Force-Konzept. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen erhöhte sich von 1.515.600 im Jahr 1999 auf 1.780.300 2009.

Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Bis 2003 zählen als Erwerbstätige Personen mit einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von mindestens 12 Stunden, einschließlich Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis; ab 2004 ausschließlich Selbstzuordnung. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: ErwerbsstatusHTMLPDFXLS
Ergebnisse im Überblick: LebensunterhaltHTMLPDFXLS
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) bzw. Lebensunterhaltskonzept und Geschlecht seit 1995HTMLPDFXLS
Lebensunterhalt der Bevölkerung nach Geschlecht seit 1995PDFXLS
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Alter 2009HTMLPDFXLS
Lebensunterhalt der Bevölkerung nach dem Alter 2009HTMLPDFXLS
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und höchster abgeschlossener Schulbildung 2009HTMLPDFXLS
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Bundesland 2009HTMLPDFXLS
Erwerbsstatus der Bevölkerung nach internationaler Definition (Labour-Force-Konzept) und dem Bundesland, 1. Quartal 2010HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Erwerbsstatus der Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren 2009GIF
Weitere Informationen:
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2010 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 4. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 3. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 2. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 4. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 3. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 2. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2007 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2006 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2005 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2004 (Schnellbericht)PDF