Erwerbspersonen

Im Jahr 2010 wurden im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung nach internationalem Labour Force-Konzept 4.284.600 Erwerbspersonen (2.302.200 Männer, 1.982.400 Frauen) ermittelt. Diese stellen die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitslosen dar und spiegeln, wenn man die Arbeitslosigkeit als kurzfristige Unterbrechung der Erwerbstätigkeit betrachtet, jene Bevölkerungsgruppe wider, die sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt. Innerhalb des letzten Jahrzehntes stieg die Zahl der Erwerbspersonen kontinuierlich an. Der leichte Rückgang von 2003 auf 2004 ist zum Teil auf die erhebungsbedingte Umgestaltung des Mikrozensus zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein gleichbleibender Wert.

Nach der beruflichen Stellung waren 2010 569.100 Erwerbspersonen als Selbständige oder mithelfende Familienangehörige tätig, während 3.690.400 Personen einer unselbständigen Beschäftigung nachgingen. Der Anteil der Selbständigen oder Mithelfenden betrug somit rund 13,0%, jener der Unselbständigen 86,0%. Angestellte sowie Freie Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen stellten mit 2.037.600 Personen den Großteil der Erwerbspersonen dar, gefolgt von den Arbeitern und Arbeiterinnen mit 1.200.600 Personen. 452.200 Personen waren Beamte und Beamtinnen oder Vertragsbedienstete. Beinahe sieben von zehn Frauen (69,3%) waren 2010 als Angestellte oder Beamtinnen tätig, mehr als ein Drittel der Männer (35,7%) in einem Arbeiterberuf. Selbständige oder Mithelfende fanden sich mit einem Anteil von 15,3% häufiger bei den männlichen als weiblichen (10,9%) Erwerbspersonen. Bei Arbeitslosen - sofern sie vorher erwerbstätig waren - wurde die frühere berufliche Stellung erfasst.

Mehr als zwei Drittel der Erwerbspersonen (69,2% oder 2.966.000) waren 2010 im Dienstleistungsbereich tätig, auf Industrie und Gewerbe entfiel beinahe ein Viertel (24,7% bzw. 1.060.200). Nur jede zwanzigste Erwerbsperson (5,3% bzw. 226.400) arbeitete in der Land- und Forstwirtschaft. Die Verteilung der Erwerbspersonen auf die drei Bereiche ließ innerhalb des letzten Jahrzehnts eine deutliche Zunahme im Dienstleistungsbereich erkennen (seit 2000: +487.000). Mit einem Anteil von 82,5% waren 2010 deutlich mehr Frauen als Männer (57,8%) in diesem Wirtschaftsbereich tätig. Erwartungsgemäß war die Verteilung im Bereich Industrie und Gewerbe umgekehrt; 36,1% der männlichen und 11,5% der weiblichen Erwerbspersonen entfielen auf diesen Bereich.

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen betrug 2010 75,1%, jene der Männer 80,9% und der Frauen 69,3%. Die Erwerbsbeteilung von Frauen und Männern entwickelte sich in den letzten Jahren unterschiedlich. Bei den Männern betrug die Erwerbsquote im Jahr 2000 79,9% und lag 2010 geringfügig darüber (80,9%). Bei den Frauen ließ sich hingegen eine Zunahme von 7,5 Prozentpunkten erkennen, welche vor allem auf Frauen mittleren Alters zutraf. Die Erwerbsquote von 45- bis 49-jährigen Frauen betrug im Jahr 2000 75,7%, während diese 2010 bereits 84,6% ergab. Die höchste Erwerbsbeteiligung zeigte sich mit 90,3% im Alter von 40 bis 44 Jahren (Männer 94,4%, Frauen 86,2%).

Hinweis: Beim Labour Force-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert.

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Erwerbspersonen und Erwerbsquoten nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Alter ab 1995, InsgesamtHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen und Erwerbsquoten nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Alter seit 1995, MännerHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen und Erwerbsquoten nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und dem Alter seit 1995, FrauenHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) und Erwerbsquoten (15-64 Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), höchster abgeschlossener Schulbildung, Familienstand und Staatsangehörigkeit seit 1995, InsgesamtHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) und Erwerbsquoten (15-64 Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), höchster abgeschlossener Schulbildung, Familienstand und Staatsangehörigkeit seit 1995, MännerHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) und Erwerbsquoten (15-64 Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), höchster abgeschlossener Schulbildung, Familienstand und Staatsangehörigkeit seit 1995, FrauenHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), beruflicher Stellung, Wirtschaftszweig, Wirtschaftsbereich und Beruf seit 1995, InsgesamtHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), beruflicher Stellung, Wirtschaftszweig, Wirtschaftsbereich und Beruf seit 1995, MännerHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), beruflicher Stellung, Wirtschaftszweig, Wirtschaftsbereich und Beruf seit 1995, FrauenHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und der beruflichen Stellung (untergliedert) seit 1995HTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept) und der beruflichen Stellung (untergliedert), QuartaleHTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen (15+ Jahre) nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), Wirtschaftszweig und Wirtschaftsbereich (ÖNACE 2008) 2010HTMLPDFXLSX
Erwerbspersonen nach internationaler Definition (Labour Force-Konzept), dem Bundesland und Alter 2010HTMLPDFXLSX


Altersspezifische Erwerbsquoten 2010


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