Arbeitslose (nationale Definition)

Im Jahr 2010 waren laut AMS rund 251.000 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 145.000 Männer und 106.000 Frauen. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9%, bei den Frauen 6,2%, bei den Männern 7,5%. Die Arbeitslosenquote der Ausländer und Ausländerinnen lag mit 9,6% deutlich über dem Durchschnitt.

Ein Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit seit 1995 zeigt eine Teilung in mehrere Abschnitte. Einem recht kräftigen Anstieg von 1995 auf 1996 von 216.000 Arbeitslosen auf 231.000, folgten noch zwei Jahre mit einem geringen Zuwachs. Von 1999 bis 2001 erholte sich der Arbeitsmarkt. Im Jahr 2000 wurde mit 194.000 die geringste Arbeitslosenzahl seit 1995 ausgewiesen. Von 2001 auf 2002 gab es einen Sprung hinauf um rund 30.000, sodass im Jahresdurchschnitt 2002 232.000 Arbeitslose gezählt wurden. Der Anstieg der Arbeitslosen setzte sich bis 2005 flacher fort und ergab im Jahr 2005 253.000. 2006 bis 2008 gab es einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Geprägt von der schlechteren Wirtschaftslage stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2009 stark an und erreichte hier einen Höchstwert von 260.000 Arbeitslosen. Im Jahr 2010 ging die Zahl auf 251.000 zurück. Die gesamte Zeitspanne betrachtet, zeigte sich bei Frauen und Männern ein ähnlicher Verlauf.

Die Arbeitslosenquote entwickelte sich analog zu den Arbeitslosenzahlen. Die niedrigste Quote lag bei 5,8% und wurde, wie auch der Tiefstwert bei der Arbeitslosenzahl, im Jahr 2000 erreicht, die höchste, im Jahr 2005, betrug 7,3%. Fast ebenso hohe Quoten wurden auch in den Jahren 1996 bis 1998 (7,0 bis 7,2%) und 2002 bis 2004 verzeichnet (6,9 bis 7,1%). Von 2006 bis 2008 war die Quote rückläufig (6,8 bis 5,8%). Im Jahr 2009 hingegen stieg die Arbeitslosenquote wieder deutlich an und betrug 7,2% und ging 2010 wieder auf 6,9% zurück. Die Arbeitslosenquote der Frauen lag von 1995 bis 2000 über jener der Männer, von 2001 bis 2010 war es umgekehrt. Die Auf- und Abbewegungen waren bei beiden Geschlechtern gleichlaufend. Die Arbeitslosenquote der Ausländer und Ausländerinnen lag im ausgewiesenen Zeitraum ab 1995 deutlich über dem Durchschnittswert.

Vergleicht man die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen des AMS mit jenen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (AKE) seit 1995, so lassen sich dieselben Tendenzen ablesen. Dies gilt sowohl für die Gesamtzahl als auch für Männer und Frauen. Das Niveau der Arbeitslosenzahl und auch der Arbeitslosenquote liegt beim AMS über jenem der AKE. Das trifft vor allem im ersten und vierten Quartal zu, also in Monaten mit hoher Saisonarbeitslosigkeit bei Männern. Bei der Arbeitslosenquote zeigten sich in den Jahren 2001 und 2004 bis 2008 Unterschiede hinsichtlich der Betroffenheit von Männern und Frauen zwischen den beiden Datenquellen. In diesen Jahren wiesen in der AKE Frauen die höhere Arbeitslosenquote auf, beim AMS Männer.

Hinweis: Die vom Arbeitsmarktservice (AMS) veröffentlichte Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote basieren auf den beim Arbeitsamt registrierten Arbeitslosen und den beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger erfassten unselbständig Beschäftigten. Die aus dem Mikrozensus bzw. der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (AKE) stammende Zahl der Arbeitslosen und auch der Erwerbstätigen entspricht dem Labour Force-Konzept, dem die internationale Definition von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit zugrunde liegt.

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Arbeitslosenquoten lt. Arbeitsmarktservice (nationale Definition) nach Geschlecht, Staatsbügerschaft und BundeslandHTMLPDFXLSX


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