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In Österreich sind 2018 30.365 Unternehmen in diesem auch „Sachgüterbereich“ genannten Wirtschaftsbereich tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt naturgemäß im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008-Abschnitt C). Hier waren 2019 allein 26.206 Unternehmen tätig, die mit 666.811 Beschäftigten Umsatzerlöse von 209,0 Mrd. Euro erzielten.

Auch im gesamten Industriebereich ist wie bei den Bau- und Dienstleistungsbranchen die überwiegend kleinbetriebliche Struktur deutlich erkennbar. Mehr als drei Viertel (76,0%) aller Unternehmen arbeiten mit weniger als 10 Beschäftigten. Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien liegt im Abschnitt Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) 2020 bei 94,0% und hat sich damit seit 2003 (41,4%) mehr als verdoppelt. Mit 1,0% zeigt das Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2019 nach deutlichen Steigerungen in den letzten drei Jahren (2018: +4,9%, 2017: +4,0%; 2016: 3,9%) nur einen moderaten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenzahlen sank 2019 mit -8,8% zum dritten Mal in Folge (2018: -16,1%, 2017: -20,7%).

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten zu Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die Eurostat Webseite zu „Short-term business statistics“ verweisen.

Einen Überblick aktueller österreichischer Konjunkturindikatoren finden Sie im Konjunkturmonitor.

Betrachtet man die Gesamtzahl der Unternehmen (siehe: Branchendaten nach Wirtschaftszweigen), waren 2019 die meisten Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) in der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ (3.911 Unternehmen) tätig, gefolgt von der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermittel“ (3.607 Unternehmen) sowie der Branche „Herstellung von Möbeln“ mit 3.169 Unternehmen. Die Abteilung „Maschinenbau“ bot mit 88.458 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt den meisten Personen im Sachgüterbereich einen Arbeitsplatz, vor der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ mit rund 79.648 Beschäftigten. Die mit Abstand höchste Beschäftigungsintensität je Unternehmen zeigte sich in den Branchen „Metallerzeugung und -bearbeitung“ und „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ mit durchschnittlich 278 bzw. 295 Beschäftigten pro Unternehmen. Die höchsten Umsatzerlöse erzielten die Branchen „Energieversorgung“ mit 50,0 Mrd. Euro, „Maschinenbau“ mit 26,2 Mrd. Euro und „Herstellung von Kraftwagen und -teilen“ mit 19,6 Mrd. Euro. Mit einer steigenden Exportintensität im Jahr 2019 auf 57,5% (2012: 51,5%) gilt der Export nach wie vor als Motor der heimischen Industriekonjunktur.

Innerhalb der einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) zeigt sich folgendes Bild: Die meisten Industriebetriebe (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) waren 2019 in Oberösterreich (6.510 Betriebe) und in Niederösterreich (6.021 Betriebe) angesiedelt, das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 1.079 Industriebetrieben. Der Großteil der Industriebetriebe ist im ÖNACE 2008-Abschnitt C „Herstellung von Waren“ angesiedelt österreichweit sind 83,7% Industriebetriebe in diesem Bereich tätig. Betrachtet man die Betriebserlöse pro Betrieb im österreichischen Durchschnitt, der 2019 für die ÖNACE 2008-Abschnitte B bis S (ohne 94 u. 96) rund 2,3 Mio. Euro betrug, so lagen diese im Bereich Herstellung von Waren bei 7,9 Mio. Euro pro Betrieb. Regional betrachtet konnte diesen Wert Oberösterreich mit 10,3 Mio. Euro deutlich übertreffen, gefolgt von Steiermark mit 9,3 Mio. Euro und Niederösterreich mit 7,8 Mio. Euro. Im Wirtschaftsbereich Energieversorgung (ÖNACE 2008: Abschnitt D) lagen die Betriebserlöse pro Betrieb sogar bei 19,3 Mio. Euro, deutlich über diesem Wert lag Wien mit erwirtschafteten 241,2 Mio. Euro pro Betrieb. Auch die Jahresbruttolöhne und -gehälter je unselbständig Beschäftigtem, welche im Österreichschnitt (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; Abt. 95) 39.089 Euro betrugen, wurden 2019 von der Energieversorgung angeführt und lagen mit 67.920 Euro österreichweit an der Spitze, wobei der Verdienst in Wien mit 72.578 Euro in dieser Branche am höchsten war. Im Bereich Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) lagen die durchschnittlichen Gehälter pro unselbständig Beschäftigtem bei 47.616 Euro. Hier dominierte ebenfalls Wien mit 54.443 Euro pro unselbständig Beschäftigtem, während im Burgenland das Durchschnittsgehalt bei nur 36.797 Euro lag.

Im EU-Vergleich (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) zeigt sich, dass 2018 im Industriebereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) die rund 2,4 Mio. Unternehmen in den 28 EU-Staaten mit ihren rund 36,1 Mio. Beschäftigten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem von ca. 289.134 Euro erzielten und pro unselbständig Beschäftigtem einen durchschnittlichen jährlichen Personalaufwand von rund 43.000 Euro aufwiesen. Im Gegensatz dazu erzielten im Berichtsjahr 2018 die rund. 30.000 österreichischen Industrieunternehmen mit insgesamt 741.100 Beschäftigten Umsatzerlöse von 273,5 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatzerlös pro Beschäftigtem von 369.000 Euro, womit Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Der Personalaufwand für die 716.700 unselbständig Beschäftigten schlug sich mit 44,7 Mrd. Euro zu Buche, daraus ergibt sich ein jährlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 62.350 Euro, womit auch hier Österreich über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Aktuelle Konjunkturdaten spiegeln die Folgen der Corona-Pandemie wieder. Der Verlauf des Produktionsindex (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) zeigt für 2020 einen Rückgang von 6%. im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Konjunkturindikatoren der Industrie unterstreichen dieses Ergebnis zusätzlich. So weisen für das Berichtjahr 2020 auch der Umsatzindex (-7,9%), der Auftragseingangsindex (-7,1%), der Index der unselbständig Beschäftigten (-0,9%%), der Index der geleisteten Arbeitsstunden (-5,6%) und der Erzeugerpreisindex (-1,6%) ebenfalls Rückgänge in Folge der Krise auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale für die Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Strukturmerkmale
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen
Eckdaten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) für die EU28, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten von Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) nach Bundesländern
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) in %
Entwicklung ausgewählter Indizes in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) seit 1996

Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 1996 bis 2019 real
Verteilung der Wirtschaftstätigkeiten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) 2019 für ausgewählte Merkmale
Ausgewählte Indizes für die Industrie ab 1996 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E): Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, Auftragseingangsindex
Betriebserlöse pro Beschäftigten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2019 nach Bundesländern
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2018
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016


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