SUCHE

Branchendaten im EU-Vergleich

Zur_interaktiven_DB_button

Zur_interaktiven_DB_button     Hier können Sie alle Daten zu diesem Thema interaktiv abfragen!

zum_online_atlas_button

zum_online_atlas_button     Hier finden Sie den Zugang zu den interaktiven Kartogrammen. 

Das Kapitel Branchendaten im EU-Vergleich präsentiert Ihnen ausgewählte Wirtschaftsdaten, die Ihnen einen Einblick in die Struktur der österreichischen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen und aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU-27) auf Abschnittsebene der NACE für die Bereiche Industrie (ÖNACE 2003 C – E), Bauwesen (ÖNACE 2003 F), Handel (ÖNACE 2003 G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2003 H bis K) erlauben. Ab dem Jahr 1995, also dem Beitritt Österreichs zur EU, stehen Ihnen Hauptdaten im EU-Vergleich zur Verfügung, sodass Sie die Entwicklung der einzelnen europäischen Länder pro Branche nachverfolgen können. Bitte beachten Sie, dass die europäischen Daten aus der Datenbank von Eurostat entnommen wurden und hier leider für alle Merkmale bzw. Branchen und alle Länder nicht immer alle Daten voll verfügbar sind. Siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ in der rechten Infobox.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Betrachtet man die einzelnen Branchen im EU-Vergleich so zeigt sich in der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003 D), dass 2007 über 2,3 Mio. Unternehmen in diesem Bereich in ganz Europa (EU 27) tätig waren und über 34,5 Mio. Beschäftigten einen Arbeitsplatz boten bzw. Umsatzerlöse pro Beschäftigtem von ca. 210.600 Euro erwirtschafteten.

Im Durchschnitt arbeiteten die Unternehmen in der Branche Sachgütererzeugung mit 15 Beschäftigten pro Unternehmen. Der jährliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem betrug 2007 ca. 34.400 Euro. Das Investitionsvolumen erreichte 262 Mrd. Euro. Im Gegensatz dazu erzielten im Berichtsjahr 2007 die 28.844 Unternehmen der österreichischen Sachgütererzeugung mit insgesamt 638.050 Beschäftigten Umsatzerlöse von 55,4 Mrd. Euro, dies entspricht 2,1 Prozent des Umsatzvolumens der EU 27. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatzerlös pro Beschäftigten von 243.559 Euro, womit Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Der Personalaufwand für die 616.221 unselbständig Beschäftigten schlug sich mit 28,1 Mrd. Euro zu Buche, daraus ergibt sich ein jährlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 45.586 Euro, womit auch hier Österreich über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Gegenüber dem Jahr 2000 konnte Österreich 2007 seine Umsatzerlöse in der Sachgütererzeugung um 42,7 Prozent steigern und liegt damit klar über dem Wert der EU 27 von 27,8 Prozent. Unter den Mitgliedsstaaten der EU 27 konnten Luxemburg (+265,8%) und die Slowakei (+196,6%) die höchsten Zuwachsraten seit dem Jahr 2000 vorweisen, einzig das Vereinigte Königreich wies einen Rückgang von 5,3 Prozent auf.  Gleichzeitig wurde 2007 eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 48,3 Mrd. Euro in Österreich erzielt, auch hier konnte Österreich mit einem Plus von 35,9 Prozent einen höheren Zuwachs als der Durchschnitt der EU 27 von 17,4 Prozent erzielen.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Österreich 2007 bei den Umsatzerlösen im Bauwesen (ÖNACE 2003 F) einen Anstieg um 11,6% auf 34,0 Mrd. Euro, damit liegt Österreich über dem Durchschnitt der EU 27 von 7,3%. Die größten Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr konnten in Rumänien (+55,4%) gefolgt von Lettland (+41,8%) und Litauen (+40,2%) erzielt werden. In Österreich stieg die Zahl der Beschäftigten im Bauwesen zum zweiten Mal in Folge leicht an. Die 261.861 Beschäftigten im Jahr 2007 bedeuten ein Plus von 3,7% gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der EU 27 stieg die Zahl der Beschäftigten im Bauwesen um 4,9%. Nur in Irland (-2,1%) und Griechenland (-1,7%) nahm die Zahl der Beschäftigten 2007 leicht ab, während in Rumänien (+20,1%), Bulgarien (+19,4%) und Polen (+13,8%)sowie den Baltischen Staaten (Litauen: +11,5%, Lettland: +17,5% und Estland: +17,8%) die höchsten Zuwachsraten verzeichnet werden konnten.

In den Ländern der EU 27 waren 2007 im Handel (ÖNACE 2003 G) rund 32,5 Mio. Beschäftigte in 6,4 Mio. Unternehmen tätig und erwirtschafteten einen Umsatz von über 8,8 Billionen Euro. Die 27,0 Mio. unselbständig Beschäftigten verursachten dabei einen Personalaufwand von mehr als 668 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum waren in den rund 80.100 österreichischen Handelsunternehmen 625.000 Beschäftigte tätig, die Umsatzerlöse in der Höhe von über 209 Mrd. erwirtschafteten. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag bei rund 32.498 Euro für die fast 555.000 unselbständig Beschäftigten. Die Umsatzerlöse je Unternehmen lagen im europäischen Durchschnitt (EU 27) mit rund 1,4 Mio. Euro deutlich unter den 2,6 Mio. Euro der österreichischen Handelsunternehmen.

In den rund 1,7 Mio. Unternehmen des Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003 H) waren in den Staaten der EU 27 2007 mehr als 9,5 Mio. Beschäftigte tätig und erwirtschafteten Umsatzerlöse in der Höhe von nahezu 459 Mrd. Euro. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag 2007 bei rund 16.200 Euro. Die 46.392 österreichischen Beherbergungs- und Gaststättenunternehmen erzielten im Jahr 2007 Umsatzerlöse von 13,7 Mrd. Euro und boten Arbeitsplätze für rund 247.600 Beschäftigte. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag mit rund 21.600 Euro deutlich über dem Durchschnitt der EU 27.

Die fast 1,2 Mio. europäischen Unternehmen (EU 27) im Bereich Verkehr- und Nachrichtenübermittlung (ÖNACE 2003 I) erzielten im Jahr 2007 Umsatzerlöse von über 1,8 Billionen Euro und boten 12,2 Mio. Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Betrachtet man den Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem dieser Branche, so ergibt sich ein europäischer Durchschnitt (EU 27) von knapp 33.600 Euro. Die 16.162 österreichischen Unternehmen dieser Branche beschäftigten knapp über 243.000 Personen und erzielten Umsatzerlöse in der Höhe von 47,6 Mrd. Euro. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag bei rund 42.000 Euro und damit klar über dem europäischen Durchschnitt. Mit über 2,9 Mio. Euro wurden in Österreich doppelt so Hohe Umsatzerlöse je Unternehmen erzielt als im europäischen Durchschnitt (1,5 Mio. Euro).

Die Branche Realitätenwesen und Unternehmensdienstleistungen (ÖNACE 2003 K) gehört zu den stark wachsenden Wirtschaftsbranchen. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl der Unternehmen in Europa (EU 27) um 63,5% auf fast 6,1 Mio. Unternehmen im Jahr 2007. Österreich beheimatet mit nahezu 87.000 Unternehmen zwar nur rund 1,4% der europäischen Unternehmen dieser Branche, jedoch stieg die Zahl der Unternehmen seit dem Jahr 2000 in Österreich sogar um 98%. In Europa (EU 27) bietet diese Branche 27,8 Mio. Menschen einen Arbeitsplatz, diese erwirtschafteten Umsatzerlöse von 2,8 Billionen Euro. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag dabei bei rund 32.100 Euro. In Österreich lag die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2007 bei 436.500, diese waren für Umsatzerlöse von 56,2 Mrd. Euro verantwortlich. Mit rund 39.400 Euro lag der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Tabelle(n):
Ausgewählte Merkmale der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003: Abschnitt D) im europäischen Vergleich 2007HTMLPDFXLS
Ausgewählte Merkmale des Bauwesens (ÖNACE 2003: Abschnitt F) im europäischen Vergleich 2007HTMLPDFXLS
Ausgewählte Merkmale des Handels (ÖNACE 2003: Abschnitt G) im europäischen Vergleich 2007HTMLPDFXLS
Ausgewählte Merkmale des Tourismus (ÖNACE 2003: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2007HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem in der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003: Abschnitt D) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt H) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem in Verkehr und Nachrichtenübermittlung (ÖNACE 2003: Abschnitt I) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003: Abschnitt D) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt H) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in Verkehr und Nachrichtenübermittlung (ÖNACE 2003: Abschnitt I) im europäischen VergleichGIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem und Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt H) im europäischen Vergleich von 2000 bis 2007GIF
Unselbständig Beschäftigte und Personalaufwand (in Mio. EUR) der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003: Abschnitt D) 2007 im europäischen VergleichGIF