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Branchendaten nach Bundesländern

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Das Kapitel Branchendaten nach Bundesländern präsentiert ausgewählte Wirtschafts- und Sozialdaten der STATISTIK AUSTRIA, die Ihnen einen Einblick in die Struktur der Produktions- und Dienstleistungsbetriebe Österreichs und seiner Bundesländer aus den Bereichen Industrie (Abschnitte C bis E der ÖNACE 2003), Bauwesen (Abschnitt F der ÖNACE 2003), Handel (Abschnitt G der ÖNACE 2003) und Dienstleistungen (Abschnitte H bis K der ÖNACE 2003) ermöglichen. Wir liefern Ihnen zu diesen Bereichen bis zur 2-Steller-Ebene der ÖNACE 2003 wichtige Wirtschaftsdaten und Kennzahlen, die Ihnen detaillierte Bundesländer- und Branchenvergleiche ab dem Jahr 1995 ermöglichen. Dabei entstammen die letzt verfügbaren Jahresdaten dieses Kapitels aus der Leistungs- und Strukturerhebung 2007 (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ in der rechten Infobox).

Von den rd. 295.000 österreichischen Produktions- und Dienstleistungsbetrieben (ÖNACE 2003 C bis K) im Jahr 2007 waren erwartungsgemäß mit 68.613 die meisten in Wien anzufinden (dies sind 23,2% der gesamten Betriebe Österreichs) und die wenigsten mit 8.683 im Burgenland. Die Wiener Betriebe konnten mit etwas mehr als einem Viertel aller Beschäftigten Betriebserlöse in der Höhe von rund 217 Mrd. Euro realisieren. Gemessen am Anteil der Betriebserlöse kamen im Jahr 2007 Niederösterreich und Oberösterreich mit 95,9 Mrd. Euro bzw. 95,5 Mrd. Euro auf einen Anteil von 15,6% bzw. 15,5% und damit Wien am nächsten. In Niederösterreich waren 48.722 Betriebe tätig, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark mit 43.147 bzw. 38.881Betrieben.

Die Verteilung auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche zeigt, dass die größte Zahl an Betrieben im Realitätenwesen bzw. den Unternehmensdienstleistungen (ÖNACE 2003 K) mit 87.005 Betrieben (bzw. einem Anteil von 29,5% an den österreichischen Betrieben der ÖNACE 2003 C bis K) und im Handel (80.307 Betriebe mit einem Anteil von 27,2%) zu finden sind. Mit rund 210,5 Mrd. Euro (+6,0% gegenüber dem Vorjahr) bzw. 156,6 Mrd. Euro (+8,3% gegenüber dem Vorjahr) an Betriebserlösen hatten die Branchen Handel (ÖNACE 2003 G) bzw. Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003 D) den größten Anteil an den österreichweiten Betriebserlösen von 615,9 Mrd. Euro (+8,2% gegenüber dem Vorjahr). Da in den Betriebserlösen auch die unternehmensinternen Lieferungen und Leistungen (dies sind Lieferungen und Leistungen zwischen Betrieben ein und desselben Unternehmens) mit einbezogen werden, sind diese in Summe etwas höher als die Umsatzerlöse auf Unternehmensebene.

Die österreichische Betriebsdichte pro 1.000 Einwohner lag 2007 bei 35,5, dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Jahr 2000 von 37,1%. Die höchste Betriebsdichte pro 1.000 Einwohner gab es 2007 in Salzburg (45,4), gefolgt von Tirol (42,8) und Wien (41,1), die geringste Betriebsdichte war 2007 in Niederösterreich mit 30,6 bzw. in Oberösterreich und im Burgenland mit 30,7 und 30,9 Betrieben pro 1.000 Einwohner zu finden.

Bei der regionalen Betrachtung der Betriebserlöse je Betrieb in der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003 D) lag 2007 Oberösterreich mit mehr als 6,7 Mio. Euro je Betrieb an der Spitze, während das Burgenland mit 2,8 Mio. Euro das Schlusslicht bildete. Die höchsten Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr 2006 wurden in Vorarlberg (+11,9%) sowie Oberösterreich und Wien mit je 11,4% erzielt. Im österreichischen Durchschnitt ergaben sich Betriebserlöse je Betrieb in Höhe von rund 5,3 Mio. Euro für die Sachgütererzeugung, dabei erzielten Branchen wie die Metallerzeugung und –bearbeitung (73,6 Mio. Euro) und die Tabakverarbeitung (81,9 Mio. Euro) Ergebnisse weit über dem Durchschnitt. Betrachtet man die Ergebnisse in anderen Wirtschaftsbereichen so wurden in der Energie- und Wasserversorgung (ÖNACE 2003 E) österreichweit mit 14,3 Mio. Euro die höchsten Betriebserlöse je Betrieb erwirtschaftet. Das Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003 H) bildete hier mit unter 0,3 Mio. Euro das Schlusslicht.

In Österreich stieg die Zahl der Beschäftigten in den ÖNACE 2003 Abschnitten C bis K 2007 gegenüber dem Vorjahr um kräftige 2,2% auf rund 2,6 Mio., dabei verzeichnete die Branche „Realitätenwesen und Unternehmensdienstleistungen“ (ÖNACE 2003 K) mit 4,6% auf rund 436.000 Beschäftigte die größte Zuwachsrate; in der Steiermark stieg die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftsbereich sogar um 6,6% gegenüber dem Vorjahr. Trotz allem waren auch 2007 mit rund 640.500 Personen die meisten Beschäftigten in der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003 D +2,1% gegenüber dem Vorjahr) tätig, knapp gefolgt vom Handel (ÖNACE 2003 G) mit rund 623.000 Beschäftigten (+1,2% im Vergleich zum Vorjahr). Betrachtet man die Verteilung der Zahl der Beschäftigten der ÖNACE 2003 Abschnitte C bis K in den Bundesländern so lag Wien mit 667.720 (+0,1%) erwartungsgemäß an der Spitze. In Wien stieg die Zahl der Beschäftigten am stärksten im Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen (ÖNACE 2003 K) mit 4,1% sowie im Bauwesen (ÖNACE 2003 F) und Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003 H) mit je 2,5%.

Die Zahl der Beschäftigten je Betrieb im Jahr 2007 war in der Sachgütererzeugung mit 22 am höchsten, gefolgt von der Energie- und Wasserversorgung und dem Kredit- und Versicherungswesen mit je 18. Bei einem Blick auf die einzelnen Branchen zeigt sich, dass im Versicherungswesen mit 404, gefolgt von 225 in der Tabakverarbeitung, die meisten Beschäftigten je Betrieb tätig waren. Regional ergab sich für alle Betriebe der ÖNACE 2003 Abschnitte C bis K die höchste Zahl an Beschäftigten je Betrieb mit je 10 in Oberösterreich und Wien bei einem durchschnittlichen Wert für Gesamtösterreich von 9.

Die durchschnittlichen österreichischen Bruttolöhne und –gehälter je unselbständig Beschäftigtem lagen 2007 in den ÖNACE 2003 Abschnitten C bis K bei 30.889 Euro. Dabei lag der Spitzenreiter Wien mit 36.232 um rund 43% vor dem Schlusslicht Burgenland (25.409 Euro). Österreichweit wurden 2007 die höchsten Bruttolöhne und –gehälter je unselbständig Beschäftigtem in der Energie- und Wasserversorgung (ÖNACE 2003 E) mit 51.617 Euro bezahlt, am wenigsten im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003 H) mit 16.520 Euro.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Tabelle(n):
Ausgewählte Strukturdaten 2007 gegliedert bis zur ÖNACE 2003-Abteilung (2-Steller) auf BundesländerebeneXLS
Betriebserlöse pro Beschäftigtem und Bruttolöhne und -gehälter pro unselbständig Beschäftigtem ausgewählter Branchen (ÖNACE 2003) im Bundesländervergleich 2007HTMLPDFXLS
Zahl der Betriebe und Betriebserlöse pro Betrieb ausgewählter Branchen (ÖNACE 2003) im Bundesländervergleich 2007HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Regionale Entwicklung der Beschäftigten ausgewählter ÖNACE 2003-Abschnitte von 2000 bis 2007GIF
Regionale Entwicklung der Betriebserlöse je Beschäftigtem ausgewählter ÖNACE 2003-Abschnitte von 2000 bis 2007GIF
Regionale Verteilung der Betriebserlöse je Betrieb der einzelnen Branchen des Handels (ÖNACE 2003: Abschnitt G) 2007GIF
Betriebserlöse pro Beschäftigtem und Bruttolöhne und -gehälter je unselbständig Beschäftigtem im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt H) 2007 im regionalen VergleichGIF
Betriebe pro 1.000 Einwohner in Industrie, Bau und Handel (ÖNACE 2003) 2007 nach BundesländernGIF
Betriebserlöse pro Beschäftigten 2007 insgesamt (ÖNACE 2003: Abschnitte C-K) im Vergleich mit der Sachgütererzeugung (ÖNACE 2003: Abschnitt D) nach BundesländernGIF