Bauwesen

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Das Bauwesen ist eine sehr traditionelle Säule der heimischen Wirtschaft und bietet 2019 rund 319.000 Personen in Österreich einen Arbeitsplatz. Die 37.923 Unternehmen sind vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert: Mehr als drei Viertel der Unternehmen (31.338 bzw. 82,6%) beschäftigten 2018 weniger als 10 Personen. Hingegen hatten nur 82 Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte.

Das Wirtschaftswachstum im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) zeigte ein Plus von 2,7%. Der Anteil der Unternehmen mit Internet-Breitbandanschluss bewegt sich im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) in den letzten Jahren zwischen 85% und 90%. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten im Bundesländervergleich), so war die höchste Zahl an Baubetrieben (ÖNACE 2008: Abschnitt F) 2019 in Niederösterreich angesiedelt (6.949 Betriebe), in denen Betriebserlöse von 8,7 Mrd. Euro erwirtschaftet wurden; gefolgt von Wien (6.287 Betriebe bzw. 10,5 Mrd. Euro) und Oberösterreich (5.879 Betriebe bzw. 11,2 Mrd. Euro). Das Jahresbruttogehalt je unselbständig Beschäftigtem lag 2019 im Bau im Österreichschnitt bei 39.949 Euro, wobei der Verdienst in Oberösterreich mit 42.166 Euro am höchsten war.

Einen Überblick aktueller österreichischer Konjunkturindikatoren finden Sie im Konjunkturmonitor.

Innerhalb der 28 EU-Staaten (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) waren 2018 rd. 3,6 Mio. Unternehmen im Bauwesen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) tätig. Diese beschäftigten ca. 13,7 Mio. Beschäftigte und erwirtschafteten gemeinsam Umsatzerlöse im Wert von rund 1,9 Billionen Euro. Der durchschnittliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem lag 2018 in Europa bei 35.500 Euro, womit Österreich mit 49.400 Euro deutlich über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Weitere strukturelle Wirtschaftsdaten für das Jahr 2019 zeigen, dass der größte Teil der Unternehmen des Baus (ÖNACE 2008: Abschnitt F) in Österreich in der Branche „Sonstige Bautätigkeiten“ (84,1%) tätig sind, während der Anteil der Hochbau- bzw. Tiefbauunternehmen mit 13,1% und 2,8% vergleichsweise gering sind. Insgesamt erzielten die Unternehmen des Baus Umsatzerlöse in der Höhe von 55,0 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 19,2 Mrd. Euro. Die Zahl der Arbeitslosen lt. ILO-Konzept ging 2020 trotz Corona-Krise um 2,7% zurück und belief sich auf 14.899 Personen. Der Trend der Vorjahre (2019: -6,9%; 2018: -18,8%; 2017: -19,0%) hinsichtlich sinkender Arbeitslosenzahlen blieb damit deutlich niedrigeren Niveau aufrecht.

Betrachtet man den bauwirtschaftlichen Konjunkturverlauf im Jahresdurchschnitt, zeigt sich für 2020 folgendes Bild: Durch die Corona-Krise konnte der die positive konjunkturelle Entwicklung der Bauwirtschaft (ÖNACE 2008: Abschnitt F) der letzten Jahren 2020 nicht fortgesetzt werden. Für Umsatz- und Produktionsindex ergab sich eine Veränderung von -1,7% bzw. -4,1%, daneben zeigt der Index der unselbständig Beschäftigten ein Plus von 1,5%, während der Index der geleisteten Arbeitsstunden um 2% zurückging. Der Baukostenindex im Wohnhaus- und Siedlungsbau folgte 2020 mit einem Plus von 0,8% dem steigenden Trend der Vorjahre (2019: +1,1%; 2018: +2,9%; 2014: +3,5%), allerdings in abgeschwächter Form.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Bauunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) - Ausgewählte Strukturmerkmale nach Beschäftigtengrößenklassen
Ausgewählte Merkmale des Baus (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im europäischen Vergleich
Bauunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen
Eckdaten im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) für die EU28, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten im Bauwesen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) nach Bundesländern
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) in %
Entwicklung ausgewählter Bauindizes (ÖNACE 2008: Abschnitt F) seit 1995

Wirtschaftswachstum im Bau(ÖNACE 2008: Abschnitt F) 1996 bis 2019 real
Anteil der Bausparten (ÖNACE 2008: Abschnitt F) 2019 an der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten und Umsatzerlösen
Ausgewählte Indizes für den Bau 1996 bis 2019 (ÖNACE 2008: Abschnitt F): Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, Auftragseingangsindex
Entwicklung des Baupreis- und Baukostenindex für die Bausparte Wohnhaus- und Siedlungsbau ab 1995
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im europäischen Vergleich 2018


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