Bauwesen

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Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“).

Dieses Kapitel stellt Ihnen wichtige Wirtschaftsdaten zum Thema Bauwesen (Abschnitt F der ÖNACE 2008) wie Strukturdaten (wie z.B. Zahl der Unternehmen, Umsätze, Beschäftigte), Kennzahlen (z.B. Umsatz pro Beschäftigten, Wirtschaftswachstum) und Konjunkturindikatoren (Produktionsindex, Arbeitskostenindex, Baupreise, Baukosten,…) zur Verfügung. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Das Bauwesen ist eine sehr traditionelle Säule der heimischen Wirtschaft und bietet rund 274.000 Personen in Österreich einen Arbeitsplatz. Die rund 30.000 Unternehmen sind vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert: Mehr als drei Viertel der Unternehmen (24.957 bzw. 80,1%) beschäftigten 2009 weniger als 10 Personen. Hingegen hatten nur 72 Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte.

Nachdem das Wirtschaftswachstum im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) 2009 mit -7,5% den größten Einbruch seit 1996 hinnehmen musste, gab es auch 2010 mit einem Minus von 3% keine Erholung. Kräftige Fortschritte innerhalb der letzten Jahre gab es hinsichtlich der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F). So konnte der Anteil der Unternehmen mit Internet-Breitbandanschluss verdoppelt werden, von 30,2% im Jahr 2003 auf 65,7% im Jahr 2010. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten im Bundesländervergleich), so war die höchste Zahl an Baubetrieben (ÖNACE 2008: Abschnitt F) 2009 in Niederösterreich angesiedelt (5.257 Betriebe), in denen Betriebserlöse von 6,0 Mrd. Euro erwirtschaftet wurden; gefolgt von Wien (5.181 Betriebe bzw. 9,1 Mrd. Euro) und Oberösterreich (4.693 Betriebe bzw. 8,0 Mrd. Euro). Das Jahresbruttogehalt je unselbständig Beschäftigten lag 2009 im Bau im Österreichschnitt bei 31.265 Euro, wobei in Wien mit 34.852 Euro der Verdienst am höchsten war.

Innerhalb der 27 EU-Staaten (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) waren 2008 rd. 3,3 Mio. Unternehmen im Bauwesen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) tätig. Diese beschäftigten ca. 15 Mio. Arbeitnehmer und erwirtschafteten gemeinsam Umsatzerlöse im Wert von mehr als 1.907 Mrd. Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 97,3 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigten lag in Europa bei 31.431 Euro, womit Österreich mit 38.879 Euro über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Auch die weiteren strukturellen Wirtschaftsdaten zeigen, dass dem Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) in Österreich eine gewichtige Rolle zukommt. Die Unternehmen des Baus waren im Jahr 2009 zum größten Teil in der Branche „Sonstige Bautätigkeiten“ (84%) tätig, während der Anteil der Hochbau- bzw. Tiefbauunternehmen mit 12,5% und 3,5% vergleichsweise gering sind. Insgesamt erzielten diese Umsatzerlöse in der Höhe von 39,6 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 14,2 Mrd. Euro. Die Zahl der Arbeitslosen lt. Labour-Force-Konzept betrug im Jahr 2010 im Bau 18.388 Personen, womit nach einem starken Anstieg im Vorjahr (+41,2% gegenüber 2008) wieder ein Rückgang zu verzeichnen ist (-9,9% gegenüber 2009).

Betrachtet man den bauwirtschaftlichen Konjunkturverlauf im Jahresdurchschnitt zeigt sich für 2010 folgendes Bild: Nach dem deutlichen konjunkturellen Rückgang in der Bauwirtschaft (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im Jahr 2009, im Zuge der Weltwirtschaftskrise ergaben sich auch 2010 noch keine Anzeichen einer Erholung. Der Umsatzindex fiel um 1,7% (2009: -1,5% gegenüber 2008), während der Produktionsindex mit -4,3% (2009: -1,7% gegenüber 2008) den stärksten Rückgang seit 1996 verzeichnete. Der Auftragseingangsindex fiel nach einem deutlichen Rückgang von -8,3% im Jahr 2009, 2010 nochmals um 0,4%. Die Arbeitsinputindikatoren zeigten 2010 ebenfalls einen leichten Rückgang (Index der unselbstständig Beschäftigten: -1,0%; Index der geleisteten Arbeitsstunden: -0,9%). Nach der geringsten Steigerung der letzten 15 Jahre von 0,6% im Jahr 2009 ergab sich für den Baukostenindex im Wohnhaus- und Siedlungsbau 2010 ein Plus von 3,2%.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

  • Tabelle(n)
  • Grafik(en)
  • Weitere Informationen
  • Hinweise / Hilfe
  • Spezielle Auskünfte
Bauunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) - Ausgewählte Strukturmerkmale 2009 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLSX
Ausgewählte Merkmale des Baus (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im europäischen Vergleich 2008HTMLPDFXLSX
Bauunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen 2009 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLSX
Eckdaten im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) für die EU27, Österreich und Nachbarländer: 2007 und Entwicklung seit 2000HTMLPDFXLS
Eckdaten im Bauwesen (ÖNACE 2008: Abschnitt F) nach Bundesländern 2009HTMLPDFXLSX
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) 2009 in %HTMLPDFXLSX
Entwicklung ausgewählter Bauindizes (ÖNACE 2008: Abschnitt F) seit 1995HTMLPDFXLSX


Wirtschaftswachstum im Bauwesen &x28;ÖNACE 2008: Abschnitt F&x29; 1996 bis 2010 real

Anteil der Sparten des Bauwesens &x28;ÖNACE 2008: Abschnitt F&x29; 2009 an der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten und den Umsatzerlösen

Ausgewählte Indizes für das Bauwesen 1996 bis 2010 &x28;ÖNACE 2008: Abschnitt F&x29;: Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, Auftragseingangsindex

Entwicklung des Baupreis- und Baukostenindex für die Bausparte Wohnhaus- und Siedlungsbau 1995 bis 2010

Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bauwesen &x28;ÖNACE 2003: Abschnitt F&x29; im europäischen Vergleich


Wie verwende ich den Wirtschaftsatlas

Besondere Hinweise zu den Daten (PDF, 294KB)

Glossar (PDF, 266KB)

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