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Bauwesen

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Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 werden ab dem Berichtsjahr 2009 die Konjunkturindikatoren nur mehr nach der ÖNACE 2008 berechnet. Dies führt dazu, dass im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen verwendet werden. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“).

Dieses Kapitel stellt Ihnen wichtige Wirtschaftsdaten zum Thema Bauwesen (Abschnitt F der ÖNACE 2003) zur Verfügung und umfasst neben dem Hoch- und Tiefbau auch die vorbereitenden Baustellenarbeiten (45.1), Bauinstallationen, das Ausbau- und Bauhilfsgewerbe sowie die Vermietung von Baumaschinen und –geräten. Sie können sowohl Strukturdaten (wie z.B. Zahl der Unternehmen, Umsätze, Beschäftigte), Kennzahlen (z.B. Umsatz pro Beschäftigten, Wirtschaftswachstum) als auch die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren (Produktionsindex, Arbeitskostenindex, Baupreise, Baukosten,…) im Jahresverlauf ab 1995 abrufen. In der rechten Infobox finden Sie unter „Besondere Hinweise zu den Daten“ weiterführende Erläuterungen sowie Informationen über die Aktualität des verfügbaren Datenmaterials.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Das Bauwesen ist eine sehr traditionelle Säule der heimischen Wirtschaft und bietet rund 262.000 Personen in Österreich einen Arbeitsplatz. Die rund 27.000 Unternehmen sind vorwiegend kleinbetrieblich strukturiert: Mehr als drei Viertel der Unternehmen (21.383 bzw. 79,3%) beschäftigten 2007 weniger als 10 Personen. Hingegen hatten nur 72 Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte.

Das Wirtschaftswachstum im Bau stieg 2008 um 1,8% und fiel damit im Vergleich zum Vorjahr (2007: +6,8%) weitaus geringer aus. Kräftige Fortschritte innerhalb der letzten Jahre gab es hinsichtlich der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bauwesen. So konnte der Anteil der Unternehmen mit Internet-Breitbandanschluss verdoppelt werden, von 31,5% im Jahr 2003 auf 62,8% im Jahr 2008, ein Anteil der 2009 (61,0%) erstmals unter dem Niveau des Vorjahres blieb.. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten im Bundesländervergleich), so war die höchste Zahl an Baubetrieben 2007 in Niederösterreich angesiedelt (4.884 Betriebe), in denen Betriebserlöse von 5,5 Mrd. Euro erwirtschaftet wurden; gefolgt von Wien (4.488 Betriebe bzw. 6,9 Mrd. Euro) und Oberösterreich (4.277 Betriebe bzw. 6,9 Mrd. Euro). Das Jahresbruttogehalt je unselbständig Beschäftigten lag 2007 im Bau im Österreichschnitt bei 30.892 Euro, wobei in Wien mit 34.096 Euro der Verdienst am höchsten war.

Innerhalb der 27 EU-Staaten (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) waren 2007 rd. 3,1 Mio. Unternehmen im Bauwesen tätig. Diese beschäftigten ca. 14,8 Mio. Arbeitnehmer und erwirtschafteten gemeinsam Umsatzerlöse im Wert von fast 1.667 Mrd. Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 67,4 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigten lag in Europa bei knapp 29.197 Euro, womit Österreich mit 38.520 Euro über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Auch die weiteren strukturellen Wirtschaftsdaten zeigen, dass dem Bauwesen in Österreich eine gewichtige Rolle zukommt. Die Unternehmen des Bauwesens waren im Jahr 2007 etwa zu je einem Drittel im „Hoch und Tiefbau“ einschließlich „Vorbereitende Baustellenarbeiten“ (34,9%), im „Ausbau- und Bauhilfsgewerbe“ (34,7%) sowie in der „Bauinstallation“ (30,4%) tätig. Insgesamt erzielten diese Umsatzerlöse in der Höhe von 34,0 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 13,6 Mrd. Euro. Die Zahl der Arbeitslosen lt. Labour-Force-Konzept betrug im Jahr 2009 im Bau 17.799 Personen +42,6% gegenüber 2008 (2008:-25,7%) und ergab damit nach zwei rückläufigen Jahren den größten Anstieg seit 1996.

Betrachtet man den bauwirtschaftlichen Konjunkturverlauf im Jahresdurchschnitt zeigt sich folgendes Bild: Nachdem die Bauwirtschaft mit Ausnahme des Produktionsindex (-0,8% gegenüber 2007) 2008, trotz einsetzender Wirtschaftsturbulenzen noch durchwegs positive Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr erzielen konnte, ergeben sich 2009 im Zuge der Weltwirtschaftskrise rückläufige Ergebnisse. Der Umsatzindex fiel gegenüber 2008 um 2,1%, während der Produktionsindex um 2,1% gesunken ist. Mit einem Minus von 9,8% ergab sich bei den Auftragseingängen der höchste Rückgang seit 1996. Für den Index der geleisteten Arbeitsstunden ergab sich ein leichtes Minus von 1,0%, nur der Index der unselbständigen Beschäftigten erzielte mit +0,5% sogar ein leichtes Plus. Mit einer Steigerung von 0,6% (2009) gegenüber dem Vorjahr ergab sich für den Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau aufgrund weiterhin fallender Rohstoffpreise die geringste Kostensteigerung der letzten 15 Jahre.  Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Tabelle(n):
Bauunternehmen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) - Ausgewählte Strukturmerkmale 2007 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLS
Bauunternehmen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen 2007 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLS
Eckdaten im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) für die EU27, Österreich und Nachbarländer: 2007 und Entwicklung seit 2000HTMLPDFXLS
Eckdaten im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) nach Bundesländern 2007HTMLPDFXLS
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2003: Abschnitte C-F) 2007 in %HTMLPDFXLS
Entwicklung ausgewählter Bauindizes (ÖNACE 2008: Abschnitt F) seit 1995HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Wirtschaftswachstum im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) 1995 bis 2008 realGIF
Anteil der Sparten des Bauwesens (ÖNACE 2003: Abschnitt F) 2007 an der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten und den UmsatzerlösenGIF
Ausgewählte Indizes für das Bauwesen 1996 bis 2009 (ÖNACE 2008: Abschnitt F): Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, AuftragseingangsindexGIF
Entwicklung des Baupreis- und Baukostenindex für die Bausparte Wohnhaus- und Siedlungsbau 1995 bis 2009GIF
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bauwesen (ÖNACE 2003: Abschnitt F) im europäischen VergleichGIF
Weitere Informationen:
Bau - Jahresanalyse 2005PDF