Kommentierte Kurzdarstellung aktueller Bevölkerungs-, Sozial- und Wirtschaftsdaten für Österreich mit teilweise internationalem Vergleich.
Fünf übersichtliche Tabellenseiten bieten ein umfassendes Spektrum aktueller Daten in Zeitreihenform sowie teilweise auch internationalen Vergleichen.
Nach einer öffentlichen Ausschreibung sowie Hearings durch eine unabhängige Personalberatungsfirma ernannte der Bundeskanzler auf einstimmige Empfehlung einer Auswahlkommission am 10. Dezember 2009 Herrn Dr. Konrad Pesendorfer zum fachstatistischen Generaldirektor der Statistik Austria und bestätigte Frau Dr. Gabriela Petrovic als kaufmännische Generaldirektorin im Amt. Dr. Konrad Pesendorfer folgt in seiner Funktion auf Univ.-Prof. Dr. h.c. Dr. Peter Hackl, der nach fünfjähriger Amtszeit mit Jahresbeginn 2010 in den Ruhestand trat.Bevölkerung
Am
Die Bevölkerungsentwicklung Österreichs war auch im Jahr 2008 von regionalen Gegensätzen geprägt. Die westlichen Bundesländer verzeichneten weiterhin Einwohnerzuwächse durch Geburtenüberschüsse und internationale Wanderungsgewinne. Im Osten Österreichs beruhte die Bevölkerungszunahme hingegen hauptsächlich auf einem positiven Wanderungssaldo, welcher die Geburtendefizite überstieg. Noch stärker ausgeprägt waren die Unterschiede der Bevölkerungsentwicklung auf kleinräumiger Ebene: Die größten Gewinner waren wie in den Jahren zuvor die Umland-Bezirke der größeren Städte. Aber auch die Kernstädte selbst verzeichneten Bevölkerungszunahmen, da hohe Außenwanderungsgewinne allfällige Geburtendefizite sowie die Abwanderung in das Stadt-Umland kompensierten. Deutliche Bevölkerungsrückgänge ergaben sich hingegen in den inneralpinen Regionen der Steiermark und Kärntens sowie in den grenznahen Bezirken im nördlichen Niederösterreich.
Die Inflationsrate für November 2009 betrug 0,7%
(Oktober: 0,2% revidiert, September: 0,1%), womit die Phase nahezu stabiler
Preise (zwischen
Die Auswirkung von niedrigem Einkommen auf die Lebenssituation einer Person und ihres Haushalts hängt eng mit der Dauer dieses Zustands zusammen. Kurzfristige Einkommenseinbußen können eher ausgeglichen werden und müssen nicht unmittelbar eine Armutslage oder soziale Teilhabemängel bedingen. Dauerhaftes niedriges Einkommen hingegen schafft objektiv und subjektiv einen Zustand der Benachteiligung. Mit Daten der Erhebung EU-SILC können für die Jahre 2004 bis 2007 nun erstmals Aussagen darüber gemacht werden, wie viele Menschen in diesem Zeitraum jemals oder zeitweilig von Armutsgefährdung betroffen und wie viele dauerhaft armutsgefährdet waren. 27% der hier untersuchten Personen waren in mindestens einem Jahr, 12% in mindestens zwei Jahren und 6% in mindestens drei der hier untersuchten vier Jahre armutsgefährdet. Rund 5% der Bevölkerung sind dauerhaft armutsgefährdet, das heißt, ihre Haushaltseinkommen lagen 2007 und in mindestens zwei der vorhergehenden drei Jahre unter der Armutsgefährdungsschwelle. Anhand einer Typologie von nie, zeitweilig und dauerhaft Armutsgefährdeten lässt sich auch ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Dauer der Armutsgefährdung und Merkmalen niedrigen Lebensstandards nachweisen.
Im Jagdjahr 2008/2009 wurden bundesweit
19% der Beschäftigten in der marktwirtschaftlich
orientierten Wirtschaft Österreichs, rund eine halbe Million Personen,
arbeiteten 2007 in Firmen, die unter ausländischer Kontrolle standen.
Während diese Einheiten nur 3% der inländischen Unternehmen der ÖNACE
Gleichzeitig kontrollierten inländische Einheiten
knapp
Dies sind Ergebnisse der neuen österreichischen Auslandsunternehmenseinheitenstatistik, die in Kooperation von STATISTIK AUSTRIA und Oesterreichischer Nationalbank erstmals für das Berichtsjahr 2007 durchgeführt wurde. Auch der nachfolgende Beitrag entstand in Zusammenarbeit der Experten von Oesterreichischer Nationalbank und Bundesanstalt Statistik Österreich und wird sowohl in den „Statistischen Nachrichten“ als auch in „Statistiken - Daten und Analysen“ der OeNB publiziert.
Der österreichische Außenhandel wies nach vorläufigen
Ergebnissen für die Berichtsperiode Jänner bis September 2009 sowohl
bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren einen massiven Rückgang
im Handelsvolumen auf. Die Einfuhren sanken um 20,4% auf 71,97 Mrd.
€ und die Ausfuhren um 23,5% auf 68,95 Mrd. €. Diese Entwicklung
war sowohl dem Handel mit den EU-Partnerländern (Eingänge:
Die STATISTIK AUSTRIA führte im Rahmen der kontinuierlich stattfindenden Arbeitskräfteerhebung ein Ad-hoc-Modul zur Arbeitsmarktsituation von Migranten und Migrantinnen durch. Bereits im Vorfeld der Untersuchung war man sich der Notwendigkeit eines ausführlichen Pretests bewusst. Gerade bei Personen mit nichtdeutscher Muttersprache stellte sich vermehrt die Frage nach der Verständlichkeit der entwickelten Untersuchungsfragen. Werden diese Fragen im Sinne des Fragebogendesigns verstanden, treten Missverständnisse im Frage-Antwort-Prozess auf, messen die Fragen, was sie messen sollen, und sind sie in der Lage, valide Antworten zu liefern?
Ein brauchbares Instrument, um eine hohe Qualität der zu erhebenden Daten zu gewährleisten, ist die Methode des kognitiven Testens. Kognitive Interviews zählen zum qualitativen Methodenrepertoire, werden in der Phase der Fragebogenentwicklung eingesetzt und sollen Einblick in kognitive Prozesse bei der Beantwortung von Survey-Fragen geben. Von Interesse bei den von der STATISTIK AUSTRIA durchgeführten Tests war, wie Befragte die an sie gerichteten Untersuchungsfragen beziehungsweise einzelne Begriffe daraus verstehen, wie sie sich an mitunter länger zurückliegende Ereignisse erinnern und wie sie Entscheidungen im Prozess der Antwortfindung treffen. Jahresinhaltsverzeichnis 2009