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Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Jänner 2010

Nach Redaktionsschluss

Kommentierte Kurzdarstellung aktueller Bevölkerungs-, Sozial- und Wirtschaftsdaten für Österreich mit teilweise internationalem Vergleich.

Statistik kurz gefasst

Fünf übersichtliche Tabellenseiten bieten ein umfassendes Spektrum aktueller Daten in Zeitreihenform sowie teilweise auch internationalen Vergleichen.

Editorial

Dr. Konrad Pesendorfer; Bestellung zum neuen fachlichen Leiter der STATISTIK AUSTRIA mit Jahresbeginn 2010

Nach einer öffentlichen Ausschreibung sowie Hearings durch eine unabhängige Personalberatungsfirma ernannte der Bundeskanzler auf einstimmige Empfehlung einer Auswahlkommission am 10. Dezember 2009 Herrn Dr. Konrad Pesendorfer zum fachstatistischen Generaldirektor der Statistik Austria und bestätigte Frau Dr. Gabriela Petrovic als kaufmännische Generaldirektorin im Amt. Dr. Konrad Pesendorfer folgt in seiner Funktion auf Univ.-Prof. Dr. h.c. Dr. Peter Hackl, der nach fünfjähriger Amtszeit mit Jahresbeginn 2010 in den Ruhestand trat.Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung in den Regionen Österreichs 2008

Am 1.1.2009 lebten in Österreich 8,355.260 Menschen, um 36.668 mehr als ein Jahr davor. Das Bevölkerungswachstum entsprach 2008 mit rund 0,4% dem Niveau des Vorjahres und war - wie in den vergangenen Jahren - hauptsächlich auf den positiven Wanderungssaldo von mehr als 34.000 Personen zurückzuführen. In geringem Maße trug auch die positive Geburtenbilanz zu einem Anstieg der Einwohnerzahl bei. Plausibilitätsverbesserungen und Inkonsistenzbereinigungen bedingten hingegen eine geringfügige Korrektur der Bevölkerungszahl nach unten.

Die Bevölkerungsentwicklung Österreichs war auch im Jahr 2008 von regionalen Gegensätzen geprägt. Die westlichen Bundesländer verzeichneten weiterhin Einwohnerzuwächse durch Geburtenüberschüsse und internationale Wanderungsgewinne. Im Osten Österreichs beruhte die Bevölkerungszunahme hingegen hauptsächlich auf einem positiven Wanderungssaldo, welcher die Geburtendefizite überstieg. Noch stärker ausgeprägt waren die Unterschiede der Bevölkerungsentwicklung auf kleinräumiger Ebene: Die größten Gewinner waren wie in den Jahren zuvor die Umland-Bezirke der größeren Städte. Aber auch die Kernstädte selbst verzeichneten Bevölkerungszunahmen, da hohe Außenwanderungsgewinne allfällige Geburtendefizite sowie die Abwanderung in das Stadt-Umland kompensierten. Deutliche Bevölkerungsrückgänge ergaben sich hingegen in den inneralpinen Regionen der Steiermark und Kärntens sowie in den grenznahen Bezirken im nördlichen Niederösterreich.

Preise

Verbraucherpreisindex 2005 im November 2009

Die Inflationsrate für November 2009 betrug 0,7% (Oktober: 0,2% revidiert, September: 0,1%), womit die Phase nahezu stabiler Preise (zwischen -0,3% und +0,3%), die seit Mai 2009 bestand, endete. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung der Treibstoffpreise, die im Zwölfmonatsabstand kaum noch Reduktionen aufwiesen und deshalb die Gesamtinflation insgesamt nur mehr um 0,1 Prozentpunkte dämpfte. Im Oktober 2009 waren es noch 0,5 Prozentpunkte gewesen. Hauptpreistreiber im November waren Ausgaben für Wohnen sowie für Versicherungen.

Lebensstandard

Dauerhafte Armutsgefährdung in Österreich 2004-2007 <Begutachteter Beitrag>

Die Auswirkung von niedrigem Einkommen auf die Lebenssituation einer Person und ihres Haushalts hängt eng mit der Dauer dieses Zustands zusammen. Kurzfristige Einkommenseinbußen können eher ausgeglichen werden und müssen nicht unmittelbar eine Armutslage oder soziale Teilhabemängel bedingen. Dauerhaftes niedriges Einkommen hingegen schafft objektiv und subjektiv einen Zustand der Benachteiligung. Mit Daten der Erhebung EU-SILC können für die Jahre 2004 bis 2007 nun erstmals Aussagen darüber gemacht werden, wie viele Menschen in diesem Zeitraum jemals oder zeitweilig von Armutsgefährdung betroffen und wie viele dauerhaft armutsgefährdet waren. 27% der hier untersuchten Personen waren in mindestens einem Jahr, 12% in mindestens zwei Jahren und 6% in mindestens drei der hier untersuchten vier Jahre armutsgefährdet. Rund 5% der Bevölkerung sind dauerhaft armutsgefährdet, das heißt, ihre Haushaltseinkommen lagen 2007 und in mindestens zwei der vorhergehenden drei Jahre unter der Armutsgefährdungsschwelle. Anhand einer Typologie von nie, zeitweilig und dauerhaft Armutsgefährdeten lässt sich auch ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Dauer der Armutsgefährdung und Merkmalen niedrigen Lebensstandards nachweisen.

Land- und Forstwirtschaft

Jagdstatistik 2008/2009

Im Jagdjahr 2008/2009 wurden bundesweit 967.000 Abschüsse getätigt, wobei mit 72% der Hauptanteil auf Haarwild entfiel; 28% betrafen Federwild. Zudem wurden 153.000 Tiere, vorrangig Rehe und Hasen, Opfer widriger Umstände. Österreichweit waren 19.400 Jagdschutzorgane in 12.200 Jagdgebieten tätig; des Weiteren wurden 118.000 Jagdkarten sowie 11.000 Jagdgastkarten ausgegeben. Die österreichweit 12.200 Jagdgebiete umfassten eine Gesamtfläche von 8,284.000 ha. Insgesamt wurden 51,3 Mio. € an Pacht erhoben.

Unternehmensstatistik

Die neue Auslandsunternehmenseinheiten-Statistik; Auslandskontrollierte Unternehmen in Österreich und Auslandstöchter inländischer Unternehmen im Jahr 2007

19% der Beschäftigten in der marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaft Österreichs, rund eine halbe Million Personen, arbeiteten 2007 in Firmen, die unter ausländischer Kontrolle standen. Während diese Einheiten nur 3% der inländischen Unternehmen der ÖNACE-2003-Abschnitte C-K ausmachten, erwirtschafteten sie rund ein Drittel der Umsatzerlöse und ein Viertel der Bruttowertschöpfung des Bereichs. Mehr als 50% der Forschungsausgaben im Unternehmenssektor gingen auf das Konto auslandskontrollierter Unternehmen.

Gleichzeitig kontrollierten inländische Einheiten knapp 4.300 Unternehmen im Ausland mit einer Beschäftigung von rund 760.000 Personen. Diese Auslandstöchter waren in insgesamt 81 Ländern der Erde angesiedelt, den Löwenanteil machten jedoch, neben Deutschland, die Länder Zentral-, Ost- und Südosteuropas aus.

Dies sind Ergebnisse der neuen österreichischen Auslandsunternehmenseinheitenstatistik, die in Kooperation von STATISTIK AUSTRIA und Oesterreichischer Nationalbank erstmals für das Berichtsjahr 2007 durchgeführt wurde. Auch der nachfolgende Beitrag entstand in Zusammenarbeit der Experten von Oesterreichischer Nationalbank und Bundesanstalt Statistik Österreich und wird sowohl in den „Statistischen Nachrichten“ als auch in „Statistiken - Daten und Analysen“ der OeNB publiziert.

Außenhandel

Außenhandel Jänner bis September 2009; vorläufige Ergebnisse

Der österreichische Außenhandel wies nach vorläufigen Ergebnissen für die Berichtsperiode Jänner bis September 2009 sowohl bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren einen massiven Rückgang im Handelsvolumen auf. Die Einfuhren sanken um 20,4% auf 71,97 Mrd. € und die Ausfuhren um 23,5% auf 68,95 Mrd. €. Diese Entwicklung war sowohl dem Handel mit den EU-Partnerländern (Eingänge: -21,6% auf 52,52 Mrd. €; Versendungen: -24,9% auf 49,18 Mrd. €) als auch dem Warenverkehr mit Drittstaaten (Importe: -16,9% auf 19,44 Mrd. €; Exporte: -19,9% auf 19,78 Mrd. €) zuzuschreiben. Die Außenhandelsbilanz zeigte ein Defizit von 3,01 Mrd. €, wogegen in der Vorjahresperiode ein Passivum von 0,24 Mrd. € verzeichnet worden war. Der wertmäßige Deckungsgrad der Einfuhren durch die Ausfuhren sank um 3,9 Prozentpunkte auf 95,8%.

Methodisches

Kognitives Testen von Survey-Fragen; am Beispiel des Ad-hoc-Moduls „Die Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten und ihrer direkten Nachkommen“ der Europäischen Arbeitskräfteerhebung 2008

Die STATISTIK AUSTRIA führte im Rahmen der kontinuierlich stattfindenden Arbeitskräfteerhebung ein Ad-hoc-Modul zur Arbeitsmarktsituation von Migranten und Migrantinnen durch. Bereits im Vorfeld der Untersuchung war man sich der Notwendigkeit eines ausführlichen Pretests bewusst. Gerade bei Personen mit nichtdeutscher Muttersprache stellte sich vermehrt die Frage nach der Verständlichkeit der entwickelten Untersuchungsfragen. Werden diese Fragen im Sinne des Fragebogendesigns verstanden, treten Missverständnisse im Frage-Antwort-Prozess auf, messen die Fragen, was sie messen sollen, und sind sie in der Lage, valide Antworten zu liefern?

Ein brauchbares Instrument, um eine hohe Qualität der zu erhebenden Daten zu gewährleisten, ist die Methode des kognitiven Testens. Kognitive Interviews zählen zum qualitativen Methodenrepertoire, werden in der Phase der Fragebogenentwicklung eingesetzt und sollen Einblick in kognitive Prozesse bei der Beantwortung von Survey-Fragen geben. Von Interesse bei den von der STATISTIK AUSTRIA durchgeführten Tests war, wie Befragte die an sie gerichteten Untersuchungsfragen beziehungsweise einzelne Begriffe daraus verstehen, wie sie sich an mitunter länger zurückliegende Ereignisse erinnern und wie sie Entscheidungen im Prozess der Antwortfindung treffen. Jahresinhaltsverzeichnis 2009

Jahresinhaltsverzeichnis 2009

Beilage

CD-ROM Statistische Nachrichten 2007-2009

Statistische Übersichten 1. Quartal 2010

 
 
 

    

Kurzzusammenfassung der in den letzten zwölf Monaten in den Statistischen Nachrichten erschienenen Beiträge

Statistische Nachrichten August 2010

Statistische Nachrichten Juli 2010

Statistische Nachrichten Juni 2010

Statistische Nachrichten Mai 2010

Statistische Nachrichten April 2010

Statistische Nachrichten März 2010

Statistische Nachrichten Februar 2010

Statistische Nachrichten Jänner 2010

Statistische Nachrichten Dezember 2009

Statistische Nachrichten November 2009

Statistische Nachrichten Oktober 2009

Statistische Nachrichten September 2009