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Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Dezember 2009

Nach Redaktionsschluss

Kommentierte Kurzdarstellung aktueller Bevölkerungs-, Sozial- und Wirtschaftsdaten für Österreich mit teilweise internationalem Vergleich.

Statistik kurz gefasst

Fünf übersichtliche Tabellenseiten bieten ein umfassendes Spektrum aktueller Daten in Zeitreihenform sowie teilweise auch internationalen Vergleichen.

Editorial

Begutachtungssystem 2009 - Danksagung

Zur Qualitätshebung der Artikel in den Statistischen Nachrichten wurde durch das Zentrale Qualitätsmanagement in Zusammenarbeit mit den statistischen Fachbereichen und der Redaktion der Statistischen Nachrichten ein Feedback- bzw. Begutachtungssystem eingeführt. In diesem Beitrag werden alle im Jahr 2009 in den Statistischen Nachrichten erschienenen ex ante referierten Artikel aufgelistet sowie den mitwirkenden Externen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gedankt.

Wissenschaft und Technologie

Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) im Unternehmenssektor 2007 - Teil 2

Dieser Artikel ist die direkte Fortsetzung einer im Heft 11/2009 erschienenen Ergebnisdarstellung der F&E-Erhebung 2007 im Unternehmenssektor. Sie ergab unter anderem, dass 62% der gesamten F&E-Ausgaben für experimentelle Entwicklung verwendet wurden. Nur 6% der Ausgaben entfielen auf Grundlagenforschung. Zusätzlich zu den 4,85 Mrd. € für (unternehmens-)interne F&E wurden 820 Mio. € für Forschungsaufträge an Dritte verwendet. Wien war das Bundesland mit den höchsten F&E-Aufwendungen. Während 5% aller Beschäftigten der Sachgütererzeugung in F&E tätig waren, lag dieser Wert im Dienstleistungsbereich bei unter 1%. 54% der gesamten F&E-Ausgaben wurden 2007 von auslandskontrollierten Unternehmen getätigt, in denen auch 46% des gesamten F&E-Personals (in Vollzeitäquivalenten) beschäftigt waren. Mehr als die Hälfte dieser F&E-Ausgaben entfiel dabei auf Unternehmen unter deutscher Kontrolle.

Gesundheitswesen

Spitalsentlassungsstatistik; Datenqualität, Entwicklungen und Trends 1989-2007

Die Versorgung in Krankenanstalten ist ein zentraler Sektor des österreichischen Gesundheitssystems. Dies schlägt sich auch in den Gesundheitsausgaben nieder, die sich seit 1990 mehr als verdoppelten. 40% dieser Gesundheitsausgaben werden für die stationäre Versorgung aufgewendet. Im Jahr 2007 wurden rund 2,742.000 Spitalsentlassungen an österreichischen Krankenanstalten gezählt - um ein Drittel mehr als noch vor zwanzig Jahren. Statistische Daten zu den Spitalsentlassungen sind eine wichtige Informationsquelle für gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Analysen. Die Statistik ist allerdings primär für die Finanzierung von Krankenhausaufenthalten konzipiert, wodurch ihre Aussagekraft für andere Zwecke durch mehrere Faktoren eingeschränkt ist, allen voran das Fehlen eines Personenbezugs. Versorgungsepidemiologische Aussagen können daher nur sehr eingeschränkt getroffen werden, im Wesentlichen lassen diese Daten Aussagen zur Behandlungshäufigkeit und -dauer nach Diagnosen zu. Die Spitalsentlassungen erwiesen sich als stark von Alter und Geschlecht abhängig: Sowohl die Entlassungsrate als auch die Aufenthaltstage pro Kopf und die Aufenthaltsdauer steigen mit dem Alter stark an. Frauen weisen insgesamt eine höhere Entlassungsrate auf als Männer; dieser Unterschied ist aber hauptsächlich auf die reproduktive Phase der Frauen zurückzuführen. Entlassungsraten, Aufenthaltstage pro Kopf und Aufenthaltsdauer variieren sehr stark in Abhängigkeit von der jeweiligen Diagnose bzw. von den jeweils entlassenden Spitalsabteilungen.

Preise

Verbraucherpreisindex 2005 im Oktober 2009

Die Inflationsrate für Oktober 2009 betrug nach Berechnungen der STATISTIK AUSTRIA 0,3%.Trotz einer leichten Erhöhung blieben die Preise damit seit einem halben Jahr weitgehend stabil (September 0,1%, August 0,3%, Juli -0,3%, Juni -0,1%, Mai 0,3%). Die Gesamtinflation wurde nach wie vor von der Entwicklung der Treibstoff- und Heizölpreise dominiert, die im Zwölfmonatsabstand deutliche Reduktionen aufwiesen. Ohne diese hätte die Oktober-Inflationsrate 1,1% betragen. Hauptpreistreiber waren Ausgaben für Wohnen sowie für Versicherungen.

Lebensstandard

Verschuldung, Überschuldung und finanzielle Ausgrenzung österreichischer Privathaushalte; Ergebnisse aus EU-SILC 2008

Im Jahr 2008 war das Sondermodul der EU-SILC-Erhebung den Themen der Überschuldung und finanziellen Ausgrenzung gewidmet. In diesem Beitrag werden Kernergebnisse zu den Bereichen Verschuldung, finanzielle Schwierigkeiten, Zahlungsrückstände sowie zur finanziellen Exklusion zusammengefasst. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht ein Vergleich der Verbreitung dieser Phänomene innerhalb ausgewählter sozioökonomischer und soziodemographischer Gruppen in österreichischen Privathaushalten. Etwa die Hälfte der österreichischen Bevölkerung lebt in Haushalten mit Kreditverbindlichkeiten, wobei Verschuldung für Wohnraum die dominierende Kreditform darstellt. Die Häufigkeit von Verschuldung nimmt mit dem Alter ab und erhöht sich mit steigendem Einkommen. Überdurchschnittlich oft verschuldet sind zudem Mehrpersonenhaushalte mit Kindern. Überschuldung wird durch das Vorhandensein von Zahlungsrückständen operationalisiert; eine Problematik, die immerhin auf 9% der österreichischen Bevölkerung in Privathaushalten zutrifft. Überproportional betroffen sind dabei jüngere Personengruppen, Ein-Eltern-Haushalte, Familien mit drei und mehr Kindern, Drittstaatenangehörige, Personen mit geringer Ausbildung, Mitglieder von Privathaushalten mit keiner bzw. eingeschränkter Erwerbstätigkeit sowie Personen mit geringem Einkommen (inklusive armutsgefährdeter und manifest armer Menschen). Letztere sind im Hinblick auf ihr aktuelles Einkommen auch mit einem überproportional hohen Anteil von Rückständen an ihrem Haushaltseinkommen überschuldet. Von einem erschwerten Zugang zu finanziellen Basisdienstleistungen wie einem Konto, einer Versicherung und einem einfachen Kredit sind in Österreich vor allem ältere Personen, Personen mit einem geringen Einkommen und Personen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft betroffen. Insgesamt gaben 2008 hochgerechnet 2% der Bevölkerung Österreichs an, im Haushalt über kein Bankkonto zu verfügen.

Soziale Fragen

Sozialhilfe, Behindertenhilfe und Pflegegeld der Bundesländer im Jahr 2007 und in der Entwicklung seit 1997

Der Beitrag setzt die statistische Berichterstattung über die wichtigsten Sozialleistungen der Bundesländer (Sozialhilfe, Behindertenhilfe, Pflegegeld) mit dem Jahr 2007 fort und stellt einige zentrale Entwicklungen des Leistungsbezugs und der finanziellen Aufwendungen auch für den Zeitraum 1997 bis 2007 dar. 2007 wurden insgesamt 152.479 Personen in der offenen Sozialhilfe unterstützt. Seit 1997 hat sich die Zahl der Unterstützten mehr als verdoppelt - ein Anstieg, der vor allem auf Wien zurückzuführen war: In der Bundeshauptstadt lebten im Jahr 2007 58% der Sozialhilfe beziehenden Personen Österreichs (1997: 50%). In Altenwohn- und Pflegeheimen wurden österreichweit 61.133 Personen von der Sozialhilfe unterstützt. Damit waren insgesamt rd. 213.600 Personen zur Sicherung ihres Lebensbedarfs einmalig, mehrmals oder laufend auf die Sozialhilfe angewiesen (1997: 127.700 Personen). Für Leistungen der Sozialhilfe (Allgemeine Sozialhilfe, Altenwohn- und Pflegeheime, soziale Dienste, Flüchtlingshilfe, sonstige Maßnahmen) wurden 2007 rund 2,40 Mrd. € ausgegeben (+84% gegenüber 1997). Die Ausgaben der Bundesländer für die Behindertenhilfe lagen bei 1,03 Mrd. € (+103%), jene für das Pflegegeld, das Ende 2007 62.411 Personen bezogen, betrugen 312,5 Mio. € (+21%). Mit insgesamt 3,73 Mrd. € (1997: 2,07 Mrd. €) lag der Sozialausgaben-Anteil der Länder 2007 bei 6,3% (1997: 5,0%) der Gesamtausgaben für die wichtigsten sozialen Sicherungssysteme in Österreich. 1,13 Mrd. € (1997: 517,4 Mio. €) flossen als Einnahmen aus Kostenbeiträgen und Kostenersätzen der leistungsbeziehenden Personen sowie ihrer unterhaltspflichtigen Angehörigen im Bereich der Sozial- und Behindertenhilfe in die Sozialbudgets der Länder zurück.

Produktion und Dienstleistungen

Gütereinsatz im Produzierenden Bereich 2008

Der folgende Beitrag präsentiert die Ergebnisse der Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) für das Berichtsjahr 2008. Er stellt die erstmalige Veröffentlichung der Gütereinsatzdaten auf Basis der neuen Systematik der Wirtschafttätigkeiten ÖNACE 2008 und der neuen Gütersystematik ÖCPA 2008 an Stelle der bis einschließlich dem Referenzjahr 2007 geltenden ÖNACE 2003 (und daraus resultierend, der Umcodierung der statistischen Einheiten im Unternehmensregister) und ÖCPA 2002 dar. Die Erhebung erfasste neben dem im Produktionsprozess verwendeten Materialinput auch den Energieeinsatz nach Energieträgern. Bezogen auf die Erhebungspopulation der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich deckten die erhebungsrelevanten Betriebe mehr als 80% der Wirtschaftsleistung ab. Die Gütereinsatzstatistik bietet somit eine repräsentative Darstellung des Werts und der Verteilung des Energie- und Wareneinsatzes auf Güterebene, wobei die einzelnen Güter entsprechenden CPA-Positionen zugeordnet sind. Damit können diese mit den von anderen Erhebungen verwendeten Klassifikationssystemen verglichen werden. Diese Erhebung ist insbesondere für Zwecke der Input-Output-Berechnungen, für Materialflussrechnungen sowie für jene Unternehmen von Bedeutung, die ihren Materialeinsatz mit dem anderer Branchen vergleichen wollen.

Im gegenständlichen Berichtsjahr wurden insgesamt 2.250 Großbetriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten und einer Wirtschaftsleistung von 10 Mio. € und mehr einbezogen. Der Wert des gemeldeten Gütereinsatzes betrug dabei insgesamt 66,4 Mrd. €. Gemessen an der wirtschaftlichen Gesamtproduktion der meldenden Betriebe war das ein Materialeinsatz von durchschnittlich 42,0%. Im Vergleich zum gesamten Gütereinsatz waren 25,0% Eisen, Stahl und NE-Metalle, 12,1% chemische Erzeugnisse und Kunststoffwaren. Des Weiteren wurden 9,5% an Maschinen, 7,1% an Kohle, Erdöl und Erdgas sowie 6,1% an Kraftwagen- und Kraftwagenteilen im Rahmen des Produktionsprozesses eingesetzt.

Methodisches

Modellbasierte Ergänzung der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich; Darstellung der statistischen Grundgesamtheit im Produzierenden Bereich

Die im Jahr 1996 eingeführte EU-harmonisierte monatliche Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich stellt eine der zentralen Informationsquellen zur Beurteilung der konjunkturellen Entwicklung Österreichs und des gesamten Europäischen Wirtschafts- und Währungsraums dar. Ihre nationalen und internationalen Verwendungszwecke sind vielfältig. Dem Anliegen der Wirtschaft entsprechend wird diese Statistik als Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen (Schwellenwerte) unter Berücksichtigung eines standardisierten Repräsentanzkriteriums geführt, wodurch Klein- und Kleinstunternehmen (rund 80% der Grundgesamtheit) von statistischen Verpflichtungen weitestgehend befreit werden. Um darüber hinaus auch den Bedürfnissen der Datennutzer zu entsprechen und EU-Vorgaben hinsichtlich vorgegebener Repräsentanzkriterien vollständig erfüllen zu können, erfolgt ab 2009 zusätzlich zur bisherigen Veröffentlichung primärstatistisch erfasster Ergebnisse der größeren meldepflichtigen Einheiten auch eine entsprechende Ergebnisdarstellung der Wirtschaftsleistung aller Unternehmen und Betriebe, die im Unternehmensregister der STATISTIK AUSTRIA als aktive Einheiten der Grundgesamtheit des Produzierenden Bereichs erfasst sind. Der folgende Beitrag ist vor allem der methodischen Konzeption des Modells zur Datenergänzung und dessen Umsetzung in der Praxis gewidmet, wobei Ergebnisse und Datenqualität auch aus Sicht der Unternehmensstatistikexperten beleuchtet werden. Zur praktischen Veranschaulichung dienen ausgewählte Wirtschaftszweige und Merkmale der Konjunkturstatistik 2009.

Jahresinhaltsverzeichnis 2009 (englisch)

Verzeichnis aller im Jahr 2009 veröffentlichten Beiträge

Beilage

Jahresinhaltsverzeichnis 2009

 
 
 

    

Kurzzusammenfassung der in den letzten zwölf Monaten in den Statistischen Nachrichten erschienenen Beiträge

Statistische Nachrichten August 2010

Statistische Nachrichten Juli 2010

Statistische Nachrichten Juni 2010

Statistische Nachrichten Mai 2010

Statistische Nachrichten April 2010

Statistische Nachrichten März 2010

Statistische Nachrichten Februar 2010

Statistische Nachrichten Jänner 2010

Statistische Nachrichten Dezember 2009

Statistische Nachrichten November 2009

Statistische Nachrichten Oktober 2009

Statistische Nachrichten September 2009