Erwerbsstatistik

Die Erwerbsstatistik der Volkszählung liefert Merkmale zur ökonomischen Aktivität der österreichischen Wohnbevölkerung. Sie ermöglicht beispielsweise die systematische Beobachtung der Entwicklung der Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahlen in Österreich. Zentrales Merkmal ist der Erwerbsstatus, der die Wohnbevölkerung nach wichtigen sozialen Gruppen wie Erwerbstätige, Arbeitslose, Schülerinnen, Schüler, Studierende oder Personen mit Pensionsbezug untergliedert.

Merkmale

Das inhaltliche Konzept der Erwerbsstatistik der Volkszählung ist identisch mit dem Konzept der Abgestimmten Erwerbsstatistik, die seit dem Erhebungsjahr 2008 jährlich jeweils zum Stichtag der „Mini“-Registerzählung produziert wird und den Vorgaben der EU-Verordnungen für Volks- und Wohnungszählungen entspricht. Die darin geforderten Merkmale sind: Erwerbsstatus, Stellung im Beruf, Beruf und Wirtschaftszweig der Arbeitsstätte (ÖNACE).

Darüber hinaus werden in der Erwerbsstatistik der Volkszählung auch Merkmale bzw. detailliertere Untergliederungen der Merkmale aus den Vorgaben des Registerzählungsgesetzes abgedeckt. Beispiele sind das zeitliche Ausmaß der Erwerbstätigkeit (Vollzeit oder Teilzeit), die Art der temporären Abwesenheit, das Merkmal Geringfügigkeit (Erwerbstätigkeit über/unter der Geringfügigkeitsgrenze) oder die feinere Untergliederung von unselbständig Erwerbstätigen in Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamtinnen und Beamte.

Datenquellen

Zur Abbildung dieser Merkmale werden insgesamt rund 30 administrative und statistische Datenquellen miteinander verknüpft. Eine der wichtigsten Datenquellen ist dabei die zentrale Versicherungsdatei des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die den Großteil der Erwerbstätigen sowie der Personen mit Pensionsbezug abdeckt. Weitere Datenquellen sind das Arbeitsmarktservice Österreich, die Schul- und Hochschulstatistik sowie das Unternehmensregister und Land- und Forstwirtschaftliche Betriebsregister der Statistik Austria sowie eine Reihe ergänzender Quellen.